Unruhen in der Schanze | Bildquelle: REUTERS

Nach G20-Gipfel in Hamburg Erneut Krawalle im Schanzenviertel

Stand: 09.07.2017 04:06 Uhr

Die Hoffnung, die Nacht nach Ende des G20-Gipfels in Hamburg könnte ruhig verlaufen, hat sich zerschlagen. Im Schanzenviertel gab es erneut Krawalle, die bis in die frühen Morgenstunden dauerten. In anderen Stadtteilen brannten wieder Autos.

Auch nach dem Ende des G20-Gipfels ist es in Hamburg erneut zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. In der Nacht setzte die Polizei Wasserwerfer, Pfefferspray und Tränengas ein, um Sitzblockaden im Schanzenviertel aufzulösen.

Randalierer warfen Flaschen, Steine oder Böller. Die Polizei meldete mehrere Festnahmen. Auf der Straße wurde wieder Müll zusammengetragen und angezündet. Mehrere Vermummte warfen Flaschen auf Häuser, aus denen ihnen "Haut ab" entgegengerufen wurde.

Autos in mehreren Stadtteilen angezündet

Die Krawalle erreichten aber bei Weitem nicht das Ausmaß, wie in den Nächten zuvor. Angaben, wonach erneut auch ein Supermarkt geplündert wurde, korrigierte die Polizei inzwischen. Schwer bewaffnete Spezialeinsatzkräfte zogen zeitweise am Rande des Schanzenviertels auf, griffen aber nicht ins Geschehen ein.

Im Schanzenviertel beruhigte sich die Lage nach Angaben der Polizei bis zum frühen Morgen. In anderen Stadtteilen - die zum Teil relativ weit weg von der Innenstadt liegen, wurden Autos angezündet.

Björn Staschen, NDR, zu den aktuellen Krawallen in Hamburg
tagesthemen 23:30 Uhr, 08.07.2017

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Zuvor mehrere friedliche Großdemonstrationen

Offenbar wurden auch wieder Menschen verletzt. Genaue Angaben dazu gibt es noch nicht. Lange Zeit sei die Lage in dem Viertel, in dem auch viele Kneipen liegen, entspannt gewesen, berichtet NDR-Reporter Björn Staschen. Sie sei am Abend dann sehr plötzlich eskaliert.

Den Tag über hatte es in Hamburg mehrere friedliche Großdemonstrationen gegen die Politik der großen Industrie- und Schwellenländer gegeben. Deren Treffen in der Hansestadt - der G20-Gipfel - war am Nachmittag zu Ende gegangen.

144 Festnahmen seit Beginn der Proteste

Es ist bereits die dritte Nacht in Folge, in der es in Hamburg zu Ausschreitungen kommt. Zuerst waren vor allem die Stadtviertel Altona und Ottensen im Westen der Stadt betroffen, wo Anhänger des "Schwarzen Blocks" randalierend durch die Straßen zogen und Autos anzündeten. In der Nacht auf Samstag war es dann zu schweren Krawallen im Schanzenviertel gekommen.

Seit Beginn der Proteste gegen den G20-Gipfel wurden einem Polizeisprecher zufolge 144 Menschen festgenommen worden. 144 weitere seien in Gewahrsam genommen worden. Nähere Details sollen im Verlauf des Tages bekanntgegeben werden.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 08. Juli 2017 um 23:30 Uhr.

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