Darknet-Kinderprononetz "Elysium" | Bildquelle: Kai Laufen

Schlag gegen Kinderpornoring Festnahmen in Deutschland und Österreich

Stand: 07.07.2017 11:51 Uhr

Nach der Zerschlagung der europaweit größten Plattform für Kinderpornografie im Darknet haben Ermittler 14 Verdächtige festgenommen. Zwölf sollen Kinder missbraucht haben, einer soll seine eigenen Kinder anderen Männern für sexuelle Handlungen überlassen haben.

Beim Schlag gegen die europaweit größte Kinderpornografie-Plattform im Darknet mit fast 90.000 Mitgliedern sind in Deutschland und anderen Ländern 14 Verdächtige festgenommen worden. Zwölf von ihnen wird sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen, wie die ermittelnde Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt in Wiesbaden mitteilten. Sieben Beschuldigte sitzen in Untersuchungshaft, unter ihnen zwei Österreicher.

Hauptbeschuldigter ist ein 39-Jähriger aus dem Kreis Limburg-Weilburg in Hessen, er war der mutmaßliche Administrator der Plattform.

BKA-Pressekonferenz zum Darknet-Kinderprononetz "Elysium" | Bildquelle: Kai Laufen
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Der Frankfurter Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk informiert über die Ermittlungen.

Schwerer sexueller Missbrauch

Einer der beiden Österreicher steht unter Verdacht, kinderpornografische Schriften verbreitet, seine beiden fünf und sieben Jahre alten Kinder über Jahre hinweg schwer sexuell missbraucht und sie zwei weiteren Verdächtigen überlassen zu haben, unter anderem einem 61-Jährigen aus dem Kreis Landsberg am Lech in Bayern. Dieser soll als Grafiker für das Erscheinungsbild der Plattform verantwortlich gewesen sein.

Ihm wird die bandenmäßige Verbreitung kinderpornografischer Schriften und schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in drei Fällen vorgeworfen.

Ein 56-Jähriger aus dem Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg wird verdächtigt, kinderpornografische Schriften verbreitet zu haben. Er soll die Plattform betreut und die Chats eröffnet haben.

Internationale Kinderpornografie-Plattform zerschlagen
tagesschau 20:00 Uhr, 07.07.2017, Jan-Peter Bartels, HR

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Europol unterstützt Ermittlungen

Ein 41-Jähriger aus Berlin und ein 40-Jähriger aus Dresden sitzen ebenfalls in U-Haft, gegen sie und andere der fast 90.000 Mitglieder der Plattform wird im In- und Ausland noch ermittelt.

Die Plattform "Elysium" war international ausgerichtet und verfügte über Chatbereiche in deutscher, englischer, französischer, spanischer und italienischer Sprache. Die europäische Polizeibehörde Europol und Behörden in Österreich, Italien, Neuseeland und Australien unterstützen die Ermittlungen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. Juli 2017 um 12:00 Uhr.

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