Polizei sichert den Karneval in Köln | Bildquelle: dpa

Straßenkarneval hat begonnen Weiberfrohsinn unter erhöhter Polizeiaufsicht

Stand: 04.02.2016 11:20 Uhr

Schnipp, schnapp, Krawatte ab! In den Karnevalshochburgen ist mit dem Sturm auf die Rathäuser die heiße Phase des Karnevals gestartet - in diesem Jahr allerdings begleitet von deutlich mehr Polizisten als sonst.

Mit der Weiberfasnacht ist mit in den deutschen Karnevalshochburgen die heiße Phase des Karnevals gestartet. In diesem Jahr wird die Trophäenjagd auf Krawatten und Schnürsenkel allerdings von deutlich mehr Polizei begleitet.

Nach den Übergriffen in der Silvesternacht wurde vor allem in Köln das Sicherheitskonzept verschärft. Bewaffnet mit Scheren hatten sich seit dem Morgen die Mädels auf dem Bahnhofsvorplatz warmgeschunkelt. Um 11.11 Uhr wurde mit dem Kölner Dreigestirn der Straßenkarneval offiziell eröffnet.

In Köln sind 2500 Polizisten im Einsatz

Bislang ist die Stimmung friedlich, die Polizei hält sich im Hintergrund. 2500 Beamte sind im Einsatz - dreimal so viele wie im vergangenen Jahr. Zudem setzt die Stadt mehr als 300 zusätzliche Ordnungskräfte ein. Am Dom wurde außerdem ein "Security Point" für Frauen eingerichtet, die im närrischen Gedränge belästigt oder bedroht werden.

In der Silvesternacht hatten in Köln große Gruppen von Männern Frauen umzingelt, bestohlen und sexuell bedrängt. Unter den Tätern sollen viele Nordafrikaner gewesen sein. Und so lautet der Tenor: So etwas dürfe es nicht wieder geben.

Auch in Düsseldorf, wo am Morgen schon viele Kostümierte unterwegs waren, gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen. Die Stadt setzt auf mehr Videoüberwachung und hat einen Anlaufpunkt mitten in der Altstadt eingerichtet, um Anzeigen und Hinweise aufzunehmen.

Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an Weiberfastnacht in Köln
nachtmagazin 00:00 Uhr, 05.02.2016, Ingrid Bertram, WDR

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Krach ab fünf Uhr morgens

In der dritten Karnevalshochburg Mainz fiel ebenfalls um 11.11 Uhr der Startschuss für den Sturm auf die Rathäuser. Die Jecken versammelten sich rund um den Fastnachtsbrunnen in der Innenstadt. Und auch hier entwickelte die Polizei aufgrund der Silvestervorfälle ein neues Sicherheitskonzept. So wird es vor allem entlang des Rosenmontagszuges mehrere stationäre Polizeipunkte geben. An diesen sollen jeweils zwei Polizeibeamte als direkte Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Bei nasskaltem Wetter waren in Baden-Württemberg die die Zünfte vielerorts in aller Frühe unterwegs, um mit lautem Krach die Menschen zu wecken. So zogen in Meersburg am Bodensee die "Schnabelgiere" schon um fünf Uhr mit lauter Musik durch die Gassen.

Später übernehmen in den Hochburgen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht die Narren das Regiment: Sie "befreien" Schulen und Kindergärten, stellen bunt geschmückte Narrenbäume auf und stürmen Rathäuser. Die Schlüssel erhalten die Bürgermeister erst am Aschermittwoch wieder - solange haben die Mäschgerle das Sagen.

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