Spritze

Hepatitis und Tetanus Impfkommission ändert Empfehlungen

Stand: 24.08.2017 13:56 Uhr

Ehrenamtlich tätige Menschen, die ähnlichen Risiken ausgesetzt sind wie bestimmte Berufsgruppen, sollten sich gegen Hepatitis A und B impfen lassen. Das rät die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut in ihren neuen Empfehlungen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut in Berlin hat ihre neuen Impfempfehlungen veröffentlicht. Neue Empfehlungen gibt es etwa zu Hepatitis A und B sowie zu Tetanus.

Die Impfung gegen Hepatitis A und B empfiehlt die Stiko nun auch ehrenamtlich tätigen Menschen, die einem ähnlich hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind wie bestimmte Berufsgruppen.

Das gilt zum Beispiel für den Gesundheitsdienst und Menschen, die in Kitas, Behindertenwerkstätten und Asylheimen arbeiten. Auch Auszubildende, Studierende und Praktikanten werden ausdrücklich genannt.

Empfehlung zu Tetanus gelockert

Eine Auffrischimpfung gegen Tetanus, den sogenannten Wundstarrkrampf, empfiehlt die Stiko bei geringfügigen, sauberen Wunden nur noch dann, wenn seit der letzten Impfung mehr als zehn Jahre vergangen sind. Damit wurde die Absenkung der Frist auf fünf Jahre wieder rückgängig gemacht.

Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren wird keine als Nasenspray verabreichte Grippeschutzimpfung mehr empfohlen. Im Vergleich zu den normalen inaktivierten Grippeimpfstoffen sei "keine überlegene Wirksamkeit" des Nasensprays mehr nachweisbar, teilte die Stiko mit.

Grippeimpfung im Herbst

Bereits in der vergangenen Grippesaison hatten die Experten ihre Empfehlung, kleinere Kinder, die etwa unter chronischen Krankheiten leiden, bevorzugt mit dem über die Nase zu gebenden Lebendimpfstoff zu versorgen, vorläufig ausgesetzt. Die Empfehlung wurde nun endgültig zurückgezogen. Experten zufolge sind der Oktober und der November die beste Zeit für die Grippeschutzimpfung.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell Radio am 24. August 2017 um 14:30 Uhr in den Nachrichten.

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