Konstantin von Notz (Grüne) und Armin Schuster (CDU) sprechen vor dem Sitzungssaal des Parlamentarischen Kontrollgremiums zu den Medienvertretern. | Bildquelle: AFP

Attacke auf Regierungsnetz Hackerangriff dauert an

Stand: 01.03.2018 16:55 Uhr

Bei dem Hackerangriff auf die Bundesregierung handelt es sich um einen "noch laufenden Angriff". Laut Innenminister de Maizière ist die Attacke ernst, aber unter Kontrolle. Die Hacker seien beobachtet worden.

Der Hackerangriff auf die Bundesregierung dauert nach bisherigem Stand an. Es handele sich um "einen veritablen Cyberangriff auf Teile des Regierungsnetzes", sagte der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages (PKGr), Armin Schuster (CDU), nach einer zweistündigen Sondersitzung des Gremiums. Es gehe um einen "noch laufenden Angriff".

Deswegen seien öffentliche Diskussionen über Details "schlicht eine Warnung an die Angreifer, die wir nicht geben wollen", so Schuster. Der Geheimnisverrat an sich sei bereits "ein beträchtlicher Schaden." Die Bundesregierung versuche, den Vorgang unter Kontrolle zu halten.

Berlin: Beratungen zu Hackerangriff auf Regierungsnetzwerk
tagesschau 17:00 Uhr, 01.03.2018, Marie von Mallinckrodt, ARD Berlin

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Verärgerung über Informationspolitik

Das Ausschussmitglied Konstantin von Notz kritisierte die Informationspolitik. "Es mag gute Argumente geben, warum man bestimmte Informationen die letzten Wochen sehr eng gehalten hat", sagte der Grünen-Politiker. Gerade dann aber sei es "völlig inakzeptabel", dass die Mitglieder des Ausschusses über den Fall aus der Presse erfahren hätten, bevor die zuständigen Kontrollgremien informiert worden seien. "Das ist ein handfestes Problem". Von Notz verlangte auch diesbezüglich "volle Aufklärung" von den Verantwortlichen.

André Hahn, der für die Linke in dem Kontrollgremium sitzt, beklagte, er habe den Eindruck, dass Regierung und Sicherheitsbehörden den Vorgang versuchten herunterzuspielen. "Ich befürchte, dass in den nächsten Wochen noch einiges ans Licht kommen wird", sagte er.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière äußerte sich am Nachmittag erstmals zu dem Vorfall. Er sprach von einem "technisch anspruchsvollen und von langer Hand geplanten Angriff". Es sei ein "ernst zu nehmenden Vorgang". Zugleich lobte de Maizière die Sicherheitsbehörden für ihre "erfolgreiche" Arbeit. So habe der Hackerangriff isoliert und unter Kontrolle gebracht werden können.

Die Sicherheitsbehörden hätten die Hacker dabei beobachtet, um weitere Erkenntnisse über den Angriffsmodus und Zielsetzung zu erhalten, sagte der Innenminister. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen seien eingeleitet worden und diese seien noch nicht abgeschlossen.

Hackerangriff auf Regierungsnetzwerk dauert offenbar weiter an
tagesschau 15:00 Uhr, 01.03.2018, Ulla Fiebig, ARD Berlin

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Bundesregierung: Angriff war "jederzeit voll kontrolliert"

Zuvor hatte bereits der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Ole Schröder (CDU), versichert, die Angreifer seien "jederzeit voll kontrolliert von den Sicherheitsbehörden beobachtet worden". Dabei hätten die beteiligten Behörden exzellent zusammengearbeitet, sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Unklar ist, ob die Behörden den Hackern auch gefälschte Informationen quasi als Köder untergejubelt haben.

Es gibt allerdings auch Berichte, wonach die Hackergruppe das speziell gesicherte Datennetzwerk des Bundes schon seit längerem attackiert. Entdeckt wurde der Einbruch nach Angaben aus Sicherheitskreisen Mitte Dezember. Es sei aber gut möglich, dass die Attacke weit früher angefangen habe - laut dpa wird in Sicherheitskreisen nicht ausgeschlossen, dass sie seit einem Jahr läuft.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. März 2018 um 14:30 Uhr in den Nachrichten.

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