Gewalt gegen Frauen | Bildquelle: dpa

BKA-Statistik für 2016 149 Frauen starben durch den Partner

Stand: 24.11.2017 18:13 Uhr

Vor allem Frauen erleben in Deutschland häusliche Gewalt. Laut BKA starben im vergangenen Jahr 149 Frauen durch den Partner oder den Ex-Partner. Insgesamt waren 133.000 Erwachsene Opfer von Gewalt in Partnerschaften - die Zahl steigt seit Jahren.

In Deutschland sind im vergangenen Jahr mehr als 133.000 Erwachsene Opfer von häuslicher Gewalt geworden. Knapp 82 Prozent der Opfer waren Frauen. Das geht aus der aktuellen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes hervor. Die Zahl der Opfer von Gewalt in Partnerschaften steigt den Angaben zufolge seit fünf Jahren an. Gegenüber 2015 wurde ein Anstieg um etwa vier Prozent verzeichnet.

Das Bundeskriminalamt berücksichtigt in der Statistik begangene und versuchte Delikte, darunter Mord, Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, Bedrohung und Stalking von Partnern oder Ex-Partnern. Den Angaben zufolge lebten 2016 mehr als 51 Prozent der Frauen mit dem Tatverdächtigen in einem gemeinsamen Haushalt.

Bei knapp 70.000 Frauen ging es um vorsätzliche leichte Körperverletzung. Mehr als 16.700 Frauen wurden von ihrem Partner bedroht, rund 11.900 gefährlich verletzt. Mehr als 7600 Frauen wurden von ihrem Partner oder Ex-Partner gestalkt. In 357 Fällen ging es um Mord oder Totschlag - bei 208 Fällen überlebte die Frau, bei 149 nicht.

Gewalt gegen Frauen
tagesschau 12:00 Uhr, 24.11.2017, Amelia Wischnewski, NDR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Barley: Schutz vor Gewalt hat "höchste Priorität"

"Die Zahlen sind erschreckend - insbesondere mit Blick auf die vermutete Dunkelziffer", sagte Bundesfrauenministerin Katarina Barley. Sie forderte, dem Schutz vor Gewalt "höchste Priorität" einzuräumen und Hilfestrukturen wie Frauenhäuser und Beratungsangebote weiter zu stärken. Ihrer Meinung nach sind die ansteigenden Opferzahlen "aber auch ein Zeichen dafür, dass mehr Opfer Hilfe bei der Polizei suchen und erlittene Gewalttaten zur Anzeige bringen".

Hinweis der Redaktion: In einer früherer Version dieser Meldung war eine falsche Zahl von 357 Todesopfern genannt worden. Grund war, dass in einer Agenturmeldung und in Tabellen des BKA nicht zwischen versuchten und vollendeten Fällen bei Mord und Totschlag unterschieden worden war. Tatsächlich handelte es sich um insgesamt 357 Fälle - 208 davon waren versuchter Mord bzw. Totschlag, 149 vollendet. Wir haben den Fehler nach einem Hinweis des BKA korrigiert und bitten um Entschuldigung.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. November 2017 um 12:00 Uhr.

Darstellung: