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Wieder mehr Nachwuchs Höchste Geburtenrate seit der Wiedervereinigung

Stand: 16.12.2015 16:03 Uhr

Kinderlächeln und Windelwechseln sind im Trend in Deutschland. 2014 wurden wieder mehr Kinder geboren. Die Geburtenrate hat 2014 den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Im Schnitt brachte jede Frau 1,47 Kinder zur Welt. Es war der dritte Anstieg in Folge.

In Deutschland geht der Trend wieder zum Kind. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden meldet für 2014 einen Rekordwert: 2014 betrug die zusammengefasste Geburtenziffer 1,47 Kinder je Frau - so viel, wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

In allen Bundesländern gab es wieder mehr Nachwuchs, in Ostdeutschland lag die Zahl der Geburten je Frau mit 1,54 Kindern allerdings höher als im Westen mit 1,47. Ganz vorn liegt Sachsen, ganz hinten das Saarland.

Durchschnittliche Kinderzahl je Frau
20142013
Baden-Württemberg1,461,42
Bayern1,451,41
Berlin1,461,40
Brandenburg1,551,47
Bremen1,461,36
Hamburg1,411,36
Hessen1,461,41
Mecklenburg-Vorpommern1,491,45
Niedersachsen1,531,46
Nordrhein-Westfalen1,481,41
Rheinland-Pfalz1,471,41
Saarland1,351,27
Sachsen1,571,53
Sachsen-Anhalt1,501,46
Schleswig-Holstein1,481,43
Thüringen1,551,50

Immer später Mutter werden

Im Schnitt waren Mütter bei ihrem ersten Kind 29,5 Jahre alt, beim zweiten 32 Jahre. Allerdings liegt die heutige Zahl der Geburten deutlich niedriger als noch bei Frauen des Jahrgangs 1941. Sie brachten im Durchschnitt 1,92 Kinder zur Welt.

Wie wird die Geburtenrate ermittelt?

Als Grundlage für die Geburtenrate gilt, wie viele Kinder Frauen zwischen 15 und 49 Jahren in einem bestimmten Jahr zur Welt bringen. Gemessen wird außerdem die Zahl der Neugeborenen von Müttern eines Jahrgangs. Als Ende des gebärfähigen Alters gilt 49 Jahre. Frauen des Jahrgangs 1965. die im vergangenen Jahr 49 wurden, brachten den Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge im Durchschnitt 1,55 Kinder zur Welt.

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