Sigmar Gabriel spricht in einem Flugzeug | Bildquelle: dpa

Nach umstrittener Äußerung Gabriel entschuldigt sich bei Schulz

Stand: 14.02.2018 16:27 Uhr

Bei seiner Abrechnung mit der SPD blieb vor allem der Seitenhieb von Außenminister Gabriel gegen Ex-Parteichef Schulz hängen. Nun entschuldigte sich Gabriel für die Äußerung "Mann mit den Haaren im Gesicht".

Der geschäftsführende Außenminister Sigmar Gabriel hat sich bei dem bisherigen SPD-Chef Martin Schulz wegen seiner umstrittenen Äußerung zu dessen Aussehen entschuldigt. Er habe Schulz deswegen eine SMS geschickt, sagte Gabriel der Wochenzeitung "Die Zeit". Darauf habe Schulz allerdings nicht reagiert. Gestern habe er sich dann bei einer Begegnung in der SPD-Zentrale in Berlin noch einmal persönlich entschuldigt.

Gabriel war nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen mit der Union hart mit der SPD-Führung ins Gericht gegangen, nachdem diese ihn nicht mehr als Außenminister in einer neuen Regierung vorgesehen hatte. Mit Blick auf Schulz zitierte Gabriel dabei seine Tochter, die ihn mit den Worten getröstet haben soll: "Papa, jetzt hast du doch mehr Zeit mit uns. Das ist doch besser als mit dem Mann mit den Haaren im Gesicht."

Schulz und Gabriel | Bildquelle: dpa
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Die beiden SPD-Politiker Gabriel und Schulz werden nach den jüngsten Äußerungen wohl keine dicken Freunde mehr.

Gabriel spricht von Abschied

Diese Äußerung hatte in der SPD für Empörung gesorgt. Gabriel sagte nun der "Zeit", er habe sich vor allem geärgert, dass er über die Entscheidung zur Besetzung des Chefpostens im Auswärtigen Amt erst aus den Medien erfahren habe. Ansonsten sehe er darin keinen Grund zum Groll oder zur Kritik: "Jeder Parteivorstand hat das Recht, Ministerposten neu zu besetzen." Da bleibe nur, "zum Abschied leise Servus zu sagen".

Nach der ursprünglichen Entscheidung der Parteispitze hatte Schulz Außenminister werden sollen. Da es auch daran innerparteiliche Kritik gab, verzichtete er allerdings. Wer nun das Auswärtige Amt leiten wird, ist noch offen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Februar 2018 um 20:00 Uhr in den Nachrichten.

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