Türkischer Präsident Erdogan | Bildquelle: REUTERS

Außenminister bestätigt Erdogan will während G20-Gipfel auftreten

Stand: 29.06.2017 10:06 Uhr

Der türkische Präsident Erdogan will am Rande des G20-Gipfels in Deutschland offiziell auftreten. Das bestätigte Außenminister Gabriel und erklärte zugleich, dass er das für "keine gute Idee" halte. Ein solcher Auftritt passe "nicht in die politische Landschaft".

Spekulationen hatte es bereits gegeben, nun ist es bestätigt: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat offiziell einen Auftritt in Deutschland am Rande des G20-Gipfels beantragt. "Wir haben seit gestern eine offizielle Anfrage der Türkei, die uns mitgeteilt hat, dass der türkische Staatspräsident Erdogan rund um den G20-Gipfel sprechen möchte", sagte Außenminister Sigmar Gabriel. Zuletzt hatten Hallenbetreiber in Nordrhein-Westfalen berichtet, dass sie für einen Auftritt Erdogans angefragt worden seien.

Gabriel ist skeptisch

Gabriel machte zugleich deutlich, dass er von einem solchen Auftritt nicht viel halte. Es gebe "rund um den G20-Gipfel gar nicht die Polizeikräfte, um die Sicherheit herzustellen". Außerdem passe ein solcher Auftritt "nicht in die politische Landschaft", betonte der Minister. "Wir haben in der Bundesregierung dazu auch eine abgestimmte Meinung."

Erdogan werde beim G20-Gipfel "mit Ehren empfangen". "Aber alles, was darüber hinaus geht, halten wir jetzt zum aktuellen Zeitpunkt nicht für angemessen", betonte Gabriel.

Sahra Wagenknecht über Erdogan und den G20-Gipfel
Morgenmagazin, 29.06.2017

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Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz ist dagegen: "Ausländische Politiker, die unsere Werte zu Hause mit Füßen treten, dürfen in Deutschland keine Bühne für Hetzreden haben", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Wagenknecht fordert, Auftritt zu verhindern

Die Fraktionschefin der Linkspartei im Bundestag, Sahra Wagenknecht, forderte die Bundesregierung auf, den Auftritt zu verhindern. "Es kann nicht sein, dass wir in Deutschland Marktplätze oder auch große Hallen dafür bereitstellen, dass jemand für ein Regime wirbt, das Menschenrechte nicht achtet, das sämtliche Werte mit Füßen tritt", sagte Wagenknecht dem ARD-Morgenmagazin. "Das finde ich inakzeptabel." Man müsse deutlich sagen: "Solche Propaganda ist hier nicht erwünscht."

Der letzte Auftritt Erdogans vor Anhängern in Deutschland fand im Mai 2015 in Karlsruhe statt. Es war zugleich Erdogans erster öffentlicher Auftritt in Deutschland als Staatspräsident. Vor dem Verfassungsreferendum in der Türkei im April hatte es heftigen Streit über einzelne untersagte Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland gegeben. Erdogan hatte der Bundesregierung daraufhin Nazi-Methoden vorgeworfen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 29. Juni 2017 um 10:00 Uhr.

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