Der Ostermarsch für die Bekämpfung von Fluchtursachen und die Beschränkung von Waffenexporten zieht am 26.03.2016 durch Stuttgart  | Bildquelle: dpa

Friedensbewegung Mehr als 10.000 Teilnehmer an Ostermärschen

Stand: 28.03.2016 00:06 Uhr

Krieg, Terror und Vertreibung - Themen für die Ostermärsche der Friedensbewegung. Nachdem die Teilnehmerzahlen in den vergangenen Jahren rückläufig waren, gehen nach Angaben der Organisatoren wieder mehr Menschen auf die Straße. Auch heute sind noch einmal Kundgebungen geplant.

An den diesjährigen Ostermärschen haben sich nach Angaben der Friedensbewegung bundesweit bislang weit mehr als 10.000 Menschen beteiligt. Nach Angaben des Frankfurter Ostermarschbüros sind das mehr als im Vorjahr. Und auch heute werden noch einmal Tausende Friedensaktivisten in mehreren deutschen Städten erwartet.

Bundesweit sind über Ostern nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative etwa 80 Demonstrationen geplant gewesen. So wurde am Ostersonntag auch der Ruhr-Ostermarsch von Essen über Wattenscheid nach Bochum fortgesetzt. Weitere Aktionen gab es demnach in Frankfurt (Oder), Bad Schandau, Bonn und Stuttgart.

Abschluss der traditionellen Ostermärsche
tagesschau24 15:00 Uhr, 28.03.2016

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Für ein entmilitarisiertes Europa

Die Teilnehmer wenden sich gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr und fordern ein Verbot von Kampfdrohnen sowie den Abzug aller Atomwaffen aus Europa. Die deutsche Politik sei für die Flucht Hunderttausender Menschen nach Europa mitverantwortlich, hieß es in den Aufrufen. Die Friedensbewegung stelle sich auch gegen die militaristische Werbung der Bundeswehr an Schulen, Hochschulen und Arbeitsagenturen, so das Ostermarschbüro. Man halte fest an der "Vision von einer Welt ohne Atomwaffen, von einem entmilitarisierten Europa der Völkerverständigung und einem Deutschland, von dessen Boden kein Krieg, sondern Frieden ausgeht."

Ostermärsche der Friedensbewegung - Tradition seit den Sechzigerjahren

Ostermärsche haben sich aus den Friedensbewegungen der 1960er Jahre entwickelt. Seither richten sie sich gegen Krieg, Rüstungspolitik und Atomkraft. Zu den besten Zeiten gingen an Ostern Hundertausende Menschen auf die Straßen. Heute sind die Märsche auf meist wenige Hundert Teilnehmer geschrumpft. Das hält die Veranstalter aber nicht ab. Die Ostermärsche seien nicht der Zählappell der Friedensbewegung, so Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative.

Zahlreiche Veranstaltungen bereits an Karsamstag

Am Karsamstag hatten Tausende Teilnehmer in vielen deutschen Städten für Frieden, Abrüstung und mehr Hilfe für Flüchtlinge demonstriert. In Berlin nahmen rund 2000 Menschen an einer Kundgebung unter dem Motto "Krieg ist Terror! Damit muss Schluss sein!" teil. Rund 1000 Ostermarschierer gingen nach Informationen des Ostermarschbüros Frankfurt in mehreren hessischen Städten wie Wiesbaden, Fulda, Erbach, Bad Hersfeld und Gießen auf die Straße.

Teilnehmer des Ostermarsches tragen am 26.03.2016 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) auf der Königsallee ein Transparent mit dem Schriftzug Ostermarsch. | Bildquelle: dpa
galerie

Zum Auftakt des Ostermarschs Rhein-Ruhr haben sich in Düsseldorf nach Schätzungen der Veranstalter bis zu 700
Menschen versammelt, hinzu kamen mehrere hundert in Duisburg und Köln. Die Friedensmärsche enden am Ostermontag.

Der Ostermarsch Rhein/Ruhr mobilisierte nach Angaben der Organisatoren mehr als 1000 Teilnehmer. Veranstaltungen fanden auch in Duisburg, Köln und Düsseldorf statt.

Darstellung: