FDP-Chef Lindner | Bildquelle: AP

FDP-Chef Lindner Düsseldorf? Nö, Berlin

Stand: 14.05.2017 22:51 Uhr

Er ist FDP-Landes- und Fraktionschef in NRW, Spitzenkandidat, Nummer 1 auf der Landesliste für die Bundestagswahl - Christian Lindner ist in NRW auch in eigener Sache unterwegs: In vier Monaten will er in den Bundestag. Koalitionsverhandlungen in NRW passen da jetzt schlecht.

Christian Lindner ist das Gesicht der neuen FDP. Ein versierter Rhetoriker, schlagfertig und smart. Sein Projekt: Rückkehr der FDP in den Bundestag. Der 38-Jährige hat schließlich noch was vor in seinem politischen Leben. Im NRW-Wahlkampf trat er in mehrfacher Rolle auf: Er ist Landes- und Fraktionschef, Spitzenkandidat und Nummer 1 der Landesliste für den Bundestag. Der Wahlkampf in NRW war ganz auf ihn zugeschnitten.

Sprungbrett nach Berlin

Die Wahl in seinem Heimatland ist für Lindner ein Sprungbrett in den Bundestag - die Wähler in NRW nahmen es ihm nicht übel. Ein zweistelliges Ergebnis holte die Lindner-FDP. Drittstärkste Kraft. Dass es nun vielleicht für Schwarz-Gelb im roten Kernland reichen könnte, damit konnte nun wirklich niemand rechnen. Dann nämlich käme es eventuell zu der Situation, dass Lindner als Spitzenkandidat in den Koalitionsverhandlungen mit der CDU von Wahlsieger Armin Laschet gebraucht würde, er aber selbst für einen Posten in Düsseldorf nicht zur Verfügung stünde. Denn Lindner ist ja auf dem Absprung.

Lindner | Bildquelle: dpa
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Er will zurück auf die große Bühne: Christian Lindner

"Ich bin nicht Wunschkoalitionspartner von Herr Laschet"

Lindner mochte sich dann auch nicht vorbehaltlos in die Arme der CDU werfen. "Es könnte sein, dass es eine schwarz-gelbe Mehrheit gibt. Eine schwarz-gelbe Mehrheit heißt aber nicht, dass es eine schwarz-gelbe Regierung gibt", sagte er. "Ich bin nämlich nicht der Wunschkoalitionspartner von Herrn Laschet und er nicht meiner", so Lindner in der ARD.

Er verwies darauf, dass es zwischen CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen "klar unterschiedliche Positionen" etwa bei den Themen wirtschaftliche Entwicklung, Bildung oder Rechtsstaat gebe. Die CDU habe "seit Wochen gegen uns Wahlkampf gemacht", sagte Lindner. "Umso eigenständiger gehen wir in diese Wahlperiode."

Es werde in NRW keine Situation geben wie einst nach der Bundestagswahl 2009 und den damaligen Verhandlungen mit CDU-Chefin Angela Merkel. "Im Notfall machen wir Opposition."

NRW-Spitzenkandidaten bei Frank Plasberg
tagesschau 20:00 Uhr, 14.05.2017

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Vergessen auch die Zeiten, als die FDP bis 2010 in NRW fünf Jahre mitregierte und danach mit bescheidenen Ergebnissen abgewählt wurde. "Die Menschen wollen ein Comeback der Freien Demokraten in Berlin", sagt Lindner. Aus dem Wahlergebnis wachse die Verantwortung, "genauso weiterzumachen". Das klingt nicht so, als wollte er in den kommenden Monaten Koalitionsverhandlungen in Düsseldorf führen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Mai 2017 um 20:00 Uhr.

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