Heinrich Bedford-Strohm in Bremen | Bildquelle: dpa

Synode in Bremen Bedford-Strohm bleibt EKD-Chef

Stand: 11.11.2015 11:03 Uhr

Das Ergebnis ist deutlich: Mit 124 von 125 Stimmen ist der bayerische Landesbischof Bedford-Strohm bei der Synodentagung in Bremen als oberster Repräsentant der 22,5 Millionen deutschen Protestanten im Amt bestätigt worden.

Der Münchner Bischof Heinrich Bedford-Strohm bleibt für weitere sechs Jahre Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der 55-jährige bayerische Landesbischof wurde bei der Synodentagung in Bremen als oberster Repräsentant der 22,5 Millionen deutschen Protestanten mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt.

"Völlig überwältigt"

Der lutherische Theologe erhielt 124 von 125 abgegebenen Stimmen. Bedford-Strohm dankte sichtlich bewegt für die Zustimmung. Er sei "völlig überwältigt" von dem Wahlergebnis, das ihm "riesigen Rückenwind" für die anstehenden Aufgaben gebe.

Der EKD-Chef steht für einen liberalen, weltoffenen, kommunikativen und ökumenischen Kurs. In München hält er einen engen Draht zum Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, mit dem er bereits ein teils gemeinsames Programm für die Feier des 500-jährigen Reformationsjubiläums geschmiedet hat.

Bedford-Strohm hatte das Amt vor einem Jahr von Nikolaus Schneider übernommen, der wegen der Erkrankung seiner Frau vorzeitig zurückgetreten war. Zur stellvertretenden Ratsvorsitzenden ist die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, gewählt worden.

Der Rat gilt als Regierung der EKD, die als Dachorganisation der 20 evangelischen Landeskirchen dient. Die Ratsmitglieder wurden bereits am Dienstag vom Kirchenparlament, der Synode mit 120 Vertretern aus den Landeskirchen, gewählt. Die sechsjährige Amtszeit des neuen Rates läuft bis 2021.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. November 2015 um 09:30 Uhr.

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