Drohne | Bildquelle: AFP

Schärfere Regeln geplant Dobrindt will Drohnen-Führerschein

Stand: 18.01.2017 09:03 Uhr

Das Bundeskabinett will strengere Regeln für den privaten Einsatz von Drohnen beschließen. Besitzer von schwereren Fluggeräten müssen offenbar künftig eine Art Drohnen-Führerschein besitzen. Und über Wohngebieten soll Flugverbot herrschen.

Angesichts der rasant wachsenden Zahl von Drohnen am Himmel will das Bundeskabinett heute strengere Vorschriften beschließen. Ziel des Entwurfs von Bundesverkehrsminister Dobrindt seien flexiblere Regelungen für den gewerblichen Einsatz und mehr Beschränkungen beim privaten Einsatz von unbemannten Fluggeräten, heißt es in der Kabinettsvorlage, aus der die "Passauer Neue Presse" zitiert.

Kein Einsatz über sensiblen Bereichen

Demnach dürfen Drohnen künftig nicht mehr in Höhen von mehr als 100 Meter aufsteigen. In und über sensiblen Bereichen, "wie z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Menschenansammlungen, Hauptverkehrswegen und Wohngebieten", gelte künftig ebenfalls ein Flugverbot.

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Gefahr durch Drohnen: Immer häufiger kommen sie Flugzeugen oder Hubschraubern in die Quere.

Außerdem sollen laut Entwurf Drohnen ab einem Gewicht von mehr als 250 Gramm künftig mit der Adresse des Eigentümers gekennzeichnet werden müssen, um im Schadensfall schnell den Halter ermitteln zu können. Für Flugmodelle und unbemannte Fluggeräte ab zwei Kilogramm wird künftig ein "Kenntnisnachweis" erforderlich sein - eine Art "Drohnen-Führerschein".

Mindestalter 16 Jahre

Der Nachweis erfolge entweder durch Vorlage einer Pilotenlizenz oder nach einer Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle. Der Entwurf des Verkehrsministers sieht hierfür ein Mindestalter von 16 Jahren vor. Für den Betrieb auf "Modellfluggeländen" wird kein Kenntnisnachweis verlangt. Schätzungen zufolge gibt es mehr als 400.000 Drohnen in Deutschland. Immer häufiger kommen sie auch Flugzeugen und Hubschraubern in die Quere.

Neue Drohnen-Verordnung soll Flugraum sichern
D. Rodenkirch, ARD Berlin
18.01.2017 11:31 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 18. Januar 2017 um 14:00 Uhr

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