Bewegung für übergewichtige Kinder | Bildquelle: dpa

Robert Koch-Institut Mehr als jedes siebte Kind ist zu dick

Stand: 15.03.2018 10:49 Uhr

Stagnation auf hohem Niveau: In Deutschland sind nach wie vor fast 15 Prozent der Kinder übergewichtig. Das geht aus der jüngsten Studie des Robert Koch-Instituts zur Gesundheit von Jugendlichen und Kindern hervor.

Mehr als jedes siebte Kind in Deutschland hat Übergewicht. Das geht aus der jüngsten Untersuchung des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland hervor.

Demnach sind rund 15 Prozent der Kinder und Teenager zwischen drei und 17 Jahren zu dick. Fast sechs Prozent sind sogar fettleibig. Damit haben sich die Werte seit Beginn der großen Untersuchung in den Jahren 2003 bis 2006 nicht verändert. Als positiv werten die Forscher, dass der Hang zum Übergewicht - wenn auch auf hohem Niveau - gestoppt wurde.

Robert-Koch-Institut präsentiert Studie zu Gesundheit von Kindern
tagesschau24 15:00 Uhr, 15.03.2018, Anke Hahn, RBB

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Jugend und Gesundheit - die Studie KiGGS

Die Abkürzung KiGGS steht für eine Langzeitstudie des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Seit rund 15 Jahren sammelt das RKI dafür bundesweit repräsentative Daten zur Gesundheit junger Leute unter 18 Jahren und wertet sie aus.

Die Basiserhebung stammt aus den Jahren 2003 bis 2006. Befragt wurden rund 17.600 Kinder, Jugendliche und Eltern an 167 Orten in Deutschland.

KiGGS Welle 1: Diese Erhebung folgte zwischen 2009 und 2012. Forscher befragten rund 12.300 Kinder. Von ihnen hatten rund 7900 bereits an der Basiserhebung teilgenommen.

KiGGS Welle 2: Die Ergebnisse stammen aus den Jahren 2014 bis 2017. Erneut fragten Wissenschaftler an 167 Orten in Deutschland nach. Rund
10.800 Jungen und Mädchen gehörten zum Stamm der Basiserhebung. Rund 15.000 weitere Kinder und Jugendliche sowie ihre Eltern kamen hinzu.

Fast die Hälfte der Kinder, die zu viel auf die Waage bringen, leidet auch später als Teenager unter Fettpolstern. Ob ein Kind gesund lebt oder nicht, hänge nach wie vor davon ab, in welchen sozialen Verhältnissen die Kinder leben, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. "Da gibt es sehr klare Zusammenhänge. Das wissen wir schon seit vielen Jahren, aber es bestätigt sich mit jeder neuen Untersuchung."

"Kinder möglichst früh in Kitas unterbringen"

Wieler forderte, dass Kinder möglichst früh in Kitas untergebracht werden. "Dort werden sie entsprechend ernährt und dazu aufgefordert mit Gleichaltrigen zu spielen und sich ausreichend zu bewegen."

Vor allem Mädchen sind zu wenig aktiv. Laut Studie bewegen sich nur 22 Prozent der Mädchen täglich eine Stunde. Bei den Jungen sind es rund 29 Prozent.

Insgesamt schätzen Eltern und Kinder in Deutschland die Gesundheit der jüngsten Generation jedoch positiv ein: 96 Prozent bewerten sie als sehr gut oder gut. Ebenfalls positiv: Rauchten im Jahr 2012 noch rund 21 Prozent der Kinder und Jugendlichen, so sind es aktuell nur noch rund sieben Prozent.

Für die jüngste KiGGS-Erhebung wurden mehr als 25.000 Kinder, Jugendliche und Eltern befragt. Die Untersuchung ist nach RKI-Angaben die umfassendste Jugendgesundheitsstudie in Deutschland. Spannend macht sie vor allem die Langzeit-Beobachtung.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 15. März 2018 um 11:15 Uhr.

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