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NiedersachsenTrend SPD holt CDU ein

Stand: 05.10.2017 18:00 Uhr

Kurz vor der Landtagswahl in Niedersachsen hat die CDU ihren Vorsprung eingebüßt. Im NiedersachsenTrend von Infratest dimap liegen CDU und SPD jeweils bei 34 Prozent. Die AfD legt in der Umfrage zu, die Linkspartei muss zittern.

Von Ellen Ehni, WDR

Nach der Bundestagswahl ist vor der Landtagswahl - das gilt zumindest für die Niedersachsen. In zehn Tagen wählen sie den Landtag in Hannover und im Moment ist der Wahlausgang noch ziemlich offen.

Ministerpräsident Stephan Weil liegt in der Direktwahlfrage deutlich vorne: Wenn man den Regierungschef direkt wählen könnte, würden sich 45 Prozent für den Amtsinhaber von der SPD entscheiden und nur 24 Prozent für den Herausforderer Bernd Althusmann von der CDU. Das hat eine Umfrage von Infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend ergeben.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil | Bildquelle: dpa
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Bei der Direktwahl liegt Ministerpräsident Weil ...

Bernd Althusmann, Landesvorsitzender der CDU Niedersachsen | Bildquelle: dpa
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... klar vor seinem CDU-Herausforderer Althusmann

Gleichzeitig wünschen sich mehr Niedersachsen eine SPD-geführte Landesregierung: 45 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dies sind acht Punkte weniger als in der Vorwoche. Eine CDU-geführte Landesregierung bevorzugen 37 Prozent aus (-1). Es gibt also keine eindeutige Wechselstimmung.

Linkspartei unter fünf Prozent

In der Sonntagsfrage liefern sich CDU und SPD ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Wenn bereits am Sonntag Landtagswahl wäre, dann kämen beide Parteien auf jeweils 34 Prozent. Im Vergleich zur Vorwoche verliert die CDU einen Punkt, die SPD bleibt stabil.

Die Grünen büßen einen halben Prozentpunkt ein und kommen auf 8,5 Prozent, die FDP bleibt stabil bei acht Prozent. Die Linkspartei verliert einen halben Punkt und kommt auf 4,5 Prozent. Sie würde damit den Einzug in den Landtag verpassen. Die AfD verbessert sich um zwei Punkte und landet bei acht Prozent.

Es wäre außer einer Großen Koalition kein Zweier-Bündnis möglich. An Dreier-Bündnissen wäre rechnerisch unter anderem eine Bündnis aus SPD, Grünen und FDP oder ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP möglich.

ARD-DeutschlandTrend zur Niedersachsen-Wahl
tagesthemen 22:15 Uhr, 05.10.2017, Ellen Ehni, ARD-Wahlstudio Köln

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Bildungspolitik klar wichtigstes Thema

Das Thema, das für die Niedersachsen am wichtigsten für ihre Wahlentscheidung ist, ist ein landespolitisches Thema: die Schul- und Bildungspolitik. 56 Prozent der Befragten geben an, dass es für sie "sehr wichtig" ist.

43 Prozent halten die Frage, wie Ungerechtigkeit in der Gesellschaft verringert wird, für ein "sehr wichtiges" Thema; für 42 Prozent ist es "sehr wichtig", wie die Polizei für Sicherheit sorgt.

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ARD-Vorwahlumfrage zur Landtagswahl in Niedersachsen

Sonntagsfrage

Sonntagsfrage

Welche Rolle spielt die Bundestagswahl, die genau drei Wochen vor der Landtagswahl Niedersachsen stattfand? Wie die Bundestagswahl ausging, halten nur 19 Prozent der Menschen für "sehr wichtig" für ihre Wahlentscheidung in Niedersachsen.

Übrigens gab es erst einmal in der Geschichte der Bundesrepublik eine Landtagswahl, die terminlich noch näher an einer Bundestagswahl lag: Im März 1983 fand nur eine Woche nach der Bundestagswahl die Landtagswahl Schleswig-Holstein statt.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte im Bundesland
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/ Dual Frame (Festnetz- und Mobilfunkstichprobe)
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)***

Fallzahl: 1002 Befragte
Erhebungszeitraum: 02. bis 04. Oktober 2017
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte

Durchführendes Institut: Infratest dimap

* bei einem Anteilswert von fünf Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent
*** Die Ergebnisse sind auf ganze Prozentwerte gerundet, um falsche Erwartungen an die Präzision zu vermeiden. Denn für alle repräsentativen Befragungen müssen Schwankungsbreiten berücksichtigt werden. Diese betragen im Falle eine Erhebung mit 1000 Befragten bei großen Parteien rund drei Prozentpunkte, bei kleineren Parteien etwa einen Punkt. Hinzu kommt, dass der Rundungsfehler für kleine Parteien erheblich ist. Aus diesen Gründen wird deshalb keine Partei unter drei Prozent in der Sonntagsfrage ausgewiesen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 05. Oktober 2017 um 22:15 Uhr.

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