Horst Seehofer | Bildquelle: dpa

Streit in der CSU Seehofer klagt über Rückzugsforderungen

Stand: 05.11.2017 13:17 Uhr

Der Streit zwischen dem bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer und dessen Finanzminister Söder tritt in eine neue Phase. Erst forderte die JU den Rückzug Seehofers als CSU-Chef. Dann lobte Söder die JU. Seehofer bezeichnet das als schädlich für die Sondierungen und kündigt Reaktionen an.

Nach der Forderung der bayerischen Jungen Union nach einem personellen Neuanfang in der CSU hat Parteichef Horst Seehofer Unverständnis geäußert. Seinen Kritikern warf er vor, mit Rücktrittsforderungen gegen ihn während der laufenden Jamaika-Koalitionssondierung Schaden anzurichten.

"Obwohl im Parteivorstand einstimmig beschlossen wurde, dass eine Personaldiskussion während der Gespräche in Berlin nicht erfolgen soll, erlebe ich seit der Bundestagswahl ein ununterbrochenes Trommelfeuer gegen meine Person aus der eigenen Partei", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag". "Das ist ohne Frage schädlich." Nach den Sondierungsgesprächen werde es von ihm "eine klare und deutliche Reaktion geben."

CSU-Jugendverband will Söder als Parteichef
tagesschau 20:00 Uhr, 05.11.2017, Marc Neupert, BR

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Söder lobt "Rückgrat in der Partei"

Bayerns Finanzminister Markus Söder hatte dem Parteinachwuchs zuvor Respekt gezollt. "Es gibt immer mal wieder in der Geschichte der Union Landesversammlungen, an denen man nicht vorbeigehen können wird" sagte er bei dem JU-Treffen. "Ich habe großen Respekt davor, was ihr für Verantwortung zeigt, welchen Mut ihr habt, was ihr euch traut." Es sei eine Junge Union, die "Rückgrat in der Partei" zeige. "Meinen Respekt davor, toll gemacht."

Bei seiner heutigen Rede bei der JU-Landesversammlung vermied Söder Aussagen zu seiner persönlichen Zukunft und Angriffe auf Seehofer. "Ich halte mich daran: Erst wird sondiert und dann soll am 18. 11. geredet werden", meinte er. Er sieht die CSU nach dem Fiasko bei der Bundestagswahl an einer "entscheidenden Weggabelung". "Die Lage ist mehr als ernst", sagte er - und forderte mehr Glaubwürdigkeit und ein klareres Profil der Union insgesamt und speziell der CSU. Es müsse wieder gelten: "Eine Partei, ein Wort." Er äußerte in seiner Rede zwar keine offene Kritik an Seehofer, sagte aber: "Ich bin mir nicht sicher, ob alle den Ernst der Lage wirklich erkannt haben."

JU hatte Rückzug von Seehofer gefordert

Die JU hatte sich nach dem CSU-Bundestagswahlfiasko als erster Parteiverband offen gegen Seehofer gestellt und einen Rückzug des 68-Jährigen spätestens im kommenden Jahr gefordert. Ein Antrag, in dem mit Blick auf die Landtagswahl im Herbst 2018 ein "personeller Neuanfang" gefordert wird, wurde auf der Landesversammlung mit großer Mehrheit angenommen. Söder gilt als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von Seehofer.

Über dieses Thema berichtete am 05. November 2017 die tagesschau um 04:52 Uhr und tagesschau24 um 09:00 Uhr sowie NDR Info um 11:00 Uhr.

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