Christoph Butterwegge | Bildquelle: dpa

Kandidatur für Gauck-Nachfolge Butterwegge tritt gegen Steinmeier an

Stand: 21.11.2016 17:14 Uhr

Die Linkspartei hat den Armutsforscher Christoph Butterwegge als ihren Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl nominiert. Die Partei- und Fraktionsvorsitzenden gaben die Entscheidung nach einer Sitzung in Berlin bekannt.

Die Partei Die Linke schickt den Armutsforscher Christoph Butterwege als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten ins Rennen. In der Bundesversammlung, die am 12. Februar 2017 den Nachfolger von Joachim Gauck wählt, wird der 65-jährige Wissenschaftler damit gegen Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier antreten, den CDU, CSU und SPD nominiert haben.

Der Politikwissenschaftler sei eine "hervorragende Alternative" zum Koalitionskandidaten Steinmeier, betonte Fraktionschef Dietmar Bartsch. Seinen Angaben zufolge fiel der Entschluss in der Fraktionssitzung einstimmig. Fraktionschefin Sahra Wagenknecht sagte, Steinmeier stehe für ein "Weiter so" der Großen Koalition, zu dem ihre Partei eine Alternative bieten wolle. Parteichef Bernd Riexinger fügte hinzu, seine Partei hätte sich einen Kandidaten von SPD, Grünen und Linken gewünscht. Steinmeier sei aber kein Angebot an die Linke gewesen, sondern eines an die Union. Butterwegge hingegen stehe für Friedensliebe, Weltoffenheit und soziale Gerechtigkeit.

DIE LINKE @dieLinke
"Wer über #Armut spricht, muss auch über #Reichtum sprechen. Ich stehe für eine Agenda der #Solidarität."… https://t.co/Mm0kyZMvh8

"Mein Ziel sind über 100 Stimmen"

"Mein Ziel sind deutlich über 100 Stimmen", verkündete Butterwegge. Die Linke stellt 94 der insgesamt 1260 Mitglieder der Bundesversammlung. Butterwegge kündigte an, sich für das Thema soziale Gerechtigkeit stark machen zu wollen. Die sozialen Nöte in Deutschland nähmen zu, sagte der Politikwissenschaftler. Ein Problem sei die Reichtumskonzentration, ein anderes aber auch der drohende Abstieg von Personen aus der Mittelschicht.

Linke nominiert Butterwegge als Kandidaten für Gauck-Nachfolge
tagesthemen 22:15 Uhr, 21.11.2016, Kristin Schwietzer, ARD Berlin

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Butterwegge war bereits 2012 als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten im Gespräch und hatte der Partei Die Linke damals seine Bereitschaft signalisiert, sich zur Wahl zu stellen. Kurz bevor sich die Partei aber zwischen ihm und zwei weiteren möglichen Bewerberinnen entscheiden konnte, zog Butterwegge seine Kandidatur zurück. Die Linke stellte daraufhin 2012 die Publizistin Beate Klarsfeld auf. Diese erreichte in der Bundesversammlung im ersten Wahlgang gegen Joachim Gauck 126 Stimmen.

Über dieses Thema berichtete die tagesthemen am 21. November 2016 um 22:15 Uhr.

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