Merkel im ZDF | Bildquelle: dpa

Kanzlerin im ZDF Merkel kontert Schulz

Stand: 27.08.2017 18:36 Uhr

Abgehobenheit hat SPD-Chef Schulz im ARD-Sommerinterview der Kanzlerin vorgeworfen. Das will Merkel nicht auf sich sitzen lassen. Sie diene den Menschen im Lande, sagte sie im ZDF. Auch in einem anderen Punkt wies sie Vorwürfe ihres Herausforderers zurück.

Kanzlerin Angela Merkel hat den Vorwurf ihres SPD-Herausforderers Martin Schulz zurückgewiesen, abgehoben zu sein und den Kontakt zum Bürger verloren zu haben. Sie versuche, ihrem Amtseid "wirklich gerecht zu werden - dem Wohle des deutschen Volkes zu dienen", sagte die CDU-Chefin in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". "Und das bedeutet: Den Menschen im Lande zu dienen." Sie übe ihr Amt gerne aus.

Schulz und Merkel geben Interviews
tagesthemen 22:40 Uhr, 27.08.2017, Peter Dalheimer, ARD Berlin

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Streitpunkt Sammelklagen

Und noch einen Vorwurf ihres Kontrahenten wies sie zurück: Das Kanzleramt blockiere Sammelklagen für deutsche Autobesitzer, sagte Schulz in der ARD. Merkels Antwort: "Das tun wir nicht. Aber die Vorlagen, die der Bundesjustizminister gemacht hat, gehen so noch nicht." Die Union habe sehr klar gesagt, wo sie noch Änderungsbedarf sehe. "Im Grundsatz" sei sie für Sammelklagen. "Aber es muss vernünftig ausgestaltet sein."

Es gebe solche Sammelklagen bereits im Bereich des Kapitalmarktes, die man "adäquat" auf die Kunden von Autos hätte übertragen können, sagte Merkel. Sie warf Justizminister Heiko Maas (SPD) vor, dass dieser aber einen anderen Ansatz gewählt habe. Deshalb gebe es noch Abstimmungsbedarf.

Ja zum Diesel und Benziner

Einig sind sich Merkel und Schulz, dass Diesel-Fahrverbote auf jeden Fall verhindert werden müssten. Die CDU-Chefin mahnte daher, nicht das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren, nämlich den schnellen Umstieg auf emissionsarme Autos gerade in Städten, wo ein Fahrverbot drohe.

"Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in alte Technologie zu viel Nachrüstung stecken", mahnte sie mit Blick auf die Debatte, welche Leistungen die Autokonzerne betroffenen Diesel-Besitzern anbieten sollten. Merkel wiederholte zudem ihr Bekenntnis zum Diesel oder Benziner. Als Brückentechnologie seien sie unersetzlich. "Diese Brückentechnologie werden wir nicht Jahre brauchen, sondern Jahrzehnte", unterstrich Merkel. Ähnlich wie Schulz lehnte sie ein konkretes Datum für das Aus des Verbrennungsmotors ab.

CSU-Chef Horst Seehofer hatte das Festhalten an Dieseln und Benzinern zur Voraussetzung für eine Regierungsbeteiligung seiner Partei gemacht.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. August 2017 um 17:15 Uhr.

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