Screenshot Özdemir Lindner Hassel

Özdemir und Lindner Duzfreunde im Kampfmodus

Stand: 17.09.2017 19:20 Uhr

Nett ist das nicht, was sich die Spitzenkandidaten von FDP und Grünen im Wahlkampf an den Kopf werfen. Lindner und Özdemir setzen auf Abgrenzung. Dabei ist die "Jamaika"-Koalition eine rechnerische Option. Im "Bericht aus Berlin" treffen sie sich zum Inhalte-Duell.

Wer macht am Wahlsonntag nächste Woche den dritten Platz? Beide - Grüne und FDP - haben dies zum Ziel ausgerufen. Auf ihren Parteitagen eine Woche vor der Wahl hatten FDP und Grüne noch einmal Gelegenheit, vor der Basis den jeweils anderen zum Feindbild zu erklären. Doch wie es um die inhaltliche Kluft zwischen FDP und Grünen bestellt ist, zeigten die Spitzenkandidaten Christian Lindner und Cem Özdemir im "Bericht aus Berlin".

Christian Lindner (FDP) und Cem Özdemir (Grüne) im Schlagabtausch
Bericht aus Berlin, 17.09.2017

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Bei allem, was Lindner und Özdemir trennt: Momentan gibt es nur zwei realistische Optionen nach der Wahl: eine Fortsetzung der Großen Koalition oder ein "Jamaika"-Bündnis aus FDP, Grünen und Union. Doch gleich am Anfang des "Duells" im "Bericht aus Berlin" macht FDP-Spitzenkandidat Lindner klar: "Jamaika" ist für ihn nicht mehr als Phantasie. Özdemir hingegen pocht auf die "Jamaika"-Koalition in Schleswig-Holstein, die "erfolgreich regiert, weil grün den Unterschied macht."

Der Weg ist nicht das Ziel

Die Koalitions-Frage ist für Lindner einfach beantwortet, denn entscheidend sind: Inhalte, Inhalte, Inhalte. Im Wahlkampf gehe es nicht um die Vernichtung des politischen Gegners, sondern um "einen Ideenwettberwerb, in dem die Themen im Vordergrund stehen".

Dabei sind sich Lindner und Özdemir in der Frage nach den politischen Zielen oftmals einig: Beide wollen in Bildung investieren, die Digitalisierung voranbringen, eine neue Einwanderungspolitik und die Klimaziele erreichen. Der Unterschied liegt im Weg dahin.

Beispiel Klima: Die Grünen wollen die Ziele erreichen, in dem alte Kohlekraftwerke vom Netz gehen, E-Autos in Deutschland produziert werden, Agrarpolitik für gesunde Lebensmittel und gleichzeitig für den Artenschutz gemacht wird. Lindner will den Weg mit Marktwirtschaft, Technologieoffenheit und Modernisierung erreichen. Die Energiewende - die die FDP mit auf den Weg gebracht hat - hält er für falsch.

Die Unterschiede bleiben

Während Lindner immer wieder auf den Wert der Inhalte pocht, betont Özdemir mehrfach, was Deutschland für ein großartiges Land sei: "Und das muss gut regiert werden, da darf es kein Vertun geben." Die Grünen reden deshalb mit allen Parteien - außer mit der AfD. "Aber mit allen zu reden heißt nicht, über alles reden."

Bei allen Schnittmengen und geteilten Zielen bleiben eben auch die Unterschiede. Wie in Zukunft in Deutschland Krankenversicherungen gestaltet werden sollen - Bürgerversicherung oder nicht - da finden Ödzemir und Lindner keinen gemeinsamen Nenner. Auch in der Frage nach einer Mietpreisbremse sind sie sich uneins: Ozdemir will bei der bestehenden nachschärfen, Lindner will stattdessen Wohnungen bauen.

FDP, Grüne und die Koalitionsfrage
tagesthemen 22:45 Uhr, 17.09.2017, Moritz Rödle, ARD Berlin

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Duzen und Mittagessen

Ist nicht gerade Wahlkampf, dann können Özdemir und Lindner miteinander: Sie duzen sich und essen auch mal zusammen Mittag. Im kleinen "Bericht aus Berlin"-Duell lassen sie dennoch keine Chance für einen Seitenhieb aus. Auf die Frage, wofür Lindner Özdemir respektiert sagt er: "Wie man als ein guter Grüner gelten kann, ohne repräsentativ für die eigene Partei zu sein."

Und Özdemir antwortet auf die Frage, wofür er Lindner beneide: "Dass er es geschafft hat, dass die Partei aus dem Bundestag herausfliegt und es ganz gut gemacht hat, die Partei wieder auf die Tagesordnung zu setzen."

Lindner vs. Özdemir - Duell in der ARD
A. Müller, ARD Berlin
17.09.2017 19:38 Uhr

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