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Anschläge auf Bahnanlagen Bundesanwalt übernimmt Ermittlungen

Stand: 03.07.2017 17:49 Uhr

Hunderte Züge fielen aus, Millionen waren betroffen: Die Brandanschläge auf Bahnanlagen vor zwei Wochen hatten bundesweite Auswirkungen. Das ist aber nur einer der Gründe, warum die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen übernommen hat.

Von Klaus Hempel, SWR

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe misst den jüngsten Brandanschlägen auf Bahnanlagen eine besondere Bedeutung bei. Aus diesem Grund hat sie bereits am vergangenen Freitag die strafrechtlichen Ermittlungen übernommen - auch, weil die Anschläge bundesweit massive Auswirkungen auf den Bahnverkehr hatten.

Vor zwei Wochen hatten Unbekannte 13 Brandanschläge auf Kabelschächte von Bahnanlagen verübt. Die Anschläge konzentrierten sich auf Ballungsräume im gesamten Bundesgebiet, darunter Köln, Hamburg, Berlin sowie Leipzig, Dresden und Chemnitz. Durch die Anschläge fielen hunderte Züge aus, mehrere Millionen Reisende waren betroffen.

Ein Polizist auf Gleisen bei Hamburg nach der Anschlagsserie auf Bahnanlagen
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Ein Polizist auf Gleisen bei Hamburg nach der Anschlagsserie auf Bahnanlagen

Sachschaden in sechsstelliger Höhe

Laut Bundesanwaltschaft entstand ein Sachschaden in sechsstelliger Höhe. Beschädigt wurden auch Telekommunikationsanlagen. Die Folge: Telefon- und Datenanschlüsse von etwa 100.000 Nutzern fielen vorübergehend aus.

Ermittelt wird unter anderem wegen des Verdachts der Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung sowie der verfassungsfeindlichen Sabotage. Trotz eines Bekennerschreibens aus der linksextremistischen Szene ist nach wie vor unklar, inwieweit die Anschläge mit dem bevorstehenden G20-Gipfel in Hamburg zusammenhängen.

Generalbundesanwalt ermittelt wegen Brandanschlägen auf Bahnanlagen
K. Hempel, SWR
03.07.2017 16:55 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. Juli 2017 um 18:00 Uhr.

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