Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen über eine Drehleiter das Stellwerk in Mülheim, aus dem viel schwarzer Rauch dringt. | Bildquelle: dpa

Stellwerksbrand im Ruhrgebiet Bahnverkehr bleibt beeinträchtigt

Stand: 05.10.2015 14:29 Uhr

Nach dem Brand in einem wichtigen Bahn-Stellwerk in Mülheim an der Ruhr drohen auch in den nächsten Tagen massive Einschränkungen. Bahnreisende, die ins oder durchs Ruhrgebiet fahren wollen, müssen weiterhin mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen.

Einen Tag nach einem Stellwerkbrand zwischen Duisburg und Essen - einer der meistbefahrenen Bahnstrecken der Welt - müssen Bahnreisenden weiterhin Geduld haben. Viele Züge sind verspätet, weil sie umgeleitet werden müssen, oder fallen ganz aus. Und auch in den nächsten Tagen drohen massive Einschränkungen. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn in Düsseldorf mitteilte, ist das Gebäude nicht betriebsbereit und die Höhe des Schadens unklar. Daher sei noch völlig offen, wann die Beeinträchtigungen behoben sind.

Betroffen ist vor allem der Nahverkehr in der Region. Die Verzögerungen hier betrügen im Schnitt etwa zehn bis 20 Minuten, hieß es vonseiten der Bahn. Der Fernverkehr wird über Gelsenkirchen und Wuppertal umgeleitet, er hält daher nicht in Bochum und Essen. Reisende müssen laut Bahn dennoch mit bis zu 30 Minuten Verspätung rechnen.

Wichtige Nord-Süd-Route

Bereits am Sonntag hatten die Folgen des Brandes bundesweit den Bahnverkehr behindert. Das betroffene Stellwerk der Bahn liegt in Mülheim/Ruhr an der Strecke zwischen Duisburg und Essen. Dort verläuft eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen der Deutschen Bahn. Der Brand war nach Angaben der Feuerwehr am Sonntagmorgen ausgebrochen, am Nachmittag waren die Löscharbeiten beendet. Die Brandursache ist der Bahn zufolge noch unklar.

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