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Viele Stellen bleiben unbesetzt BKA-Bewerber scheitern an Deutschtest

Stand: 03.12.2016 16:04 Uhr

Das Bundeskriminalamt kann offenbar viele neue Stellen nicht besetzen, weil Bewerber am Deutschtest scheitern. Wie der "Spiegel" berichtet, rasseln reihenweise Anwärter vor allem durch den Rechtschreibtest im Aufnahmeverfahren - trotz Abiturs.

Weil Bewerber reihenweise den hauseigenen Deutschtest vermasselt haben, kann das Bundeskriminalamt (BKA) einem "Spiegel"-Bericht zufolge viele Stellen nicht besetzen. Eigentlich sollten 120 der in diesem Jahr neu geschaffenen 317 Stellen an Kommissarsanwärter vergeben werden, wie das Magazin unter Berufung auf den Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) berichtet. Doch nur 62 hätten ihre Ausbildung beim BKA angetreten.

Als Hauptgrund nannte der BDK-Vorsitzende André Schulz den Rechtschreibtest im Aufnahmeverfahren, an dem die meisten Bewerber trotz eines Abiturs scheitern würden. Er warnte davor, nun die Deutschtests abzuschaffen: "Die Hürden bei der Aufnahmeprüfung wurden schon in den vergangenen Jahren bei der Polizei in den Ländern und beim Bund gesenkt: sei es beim Mindestalter, bei der Mindestgröße oder beim Sporttest", sagte Schulz. "Wenn nun auch der Deutschtest reduziert oder gar abgeschafft wird, muss man sich schon fragen, was mit unserem Bildungssystem nicht in Ordnung ist."

Das Bundesinnenministerium teilte laut "Spiegel" mit, es werde an den Sprachtests festhalten. Allerdings sollten die Anforderungen im nächsten Jahr "modernisiert" werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. Dezember 2016 um 20:00 Uhr.

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