Bischöfe ziehen  zum Eröffnungsgottesdienst der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in den Dom ein. | Bildquelle: dpa

Bischofskonferenz in Ingolstadt Reden über Gott und das Geld

Stand: 19.02.2018 18:46 Uhr

Millionenverluste und Finanzskandale überschatten die Frühjahrstagung der katholischen Bischöfe in Ingolstadt. Und dann kam auch noch heftige Kritik aus dem Ausland.

Von Tilmann Kleinjung, BR

Es geht ums Geld, um viel Geld. Das Erzbistum Hamburg hat 79 Millionen Euro Schulden, deshalb sollen acht von 21 katholischen Schulen in Hamburg geschlossen werden. In Freiburg drohen 160 Millionen Euro Verlust, weil zu wenig Rentenbeiträge für geringfügig Beschäftigte abgeführt wurden. Und jetzt noch Eichstätt: Unsummen hatte der stellvertretende Finanzdirektor des Bistums in dubiose Immobiliengeschäfte in den USA investiert. Am Ende könnten bis zu 50 Millionen Euro weg sein.

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, sieht schnellen Handlungsbedarf: "Wir müssen neu Schwung aufnehmen. Die aktuellen Diskussionen führen dazu, dass wir hier Tempo aufnehmen müssen."

Bischofskonferenz thematisiert Finanzskandale und Verteilungsprobleme
tagesthemen 22:15 Uhr, 19.02.2018, Johannes Reichart, BR

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Finanzen außerplanmäßig auf der Tagesordnung

Deshalb widmen sich die Bischöfe bei ihrer Frühjahrsvollversammlung in Ingolstadt auch dem Thema Finanzen, auch wenn das gar nicht auf der offiziellen Tagesordnung steht. Marx will seinen Kollegen einen Vorschlag machen, wie die Finanzgeschäfte der deutschen katholischen Kirche auf eine neue Grundlage gestellt werden können. Entscheidend seien dabei Transparenz und Kontrolle.

Gleichzeitig spricht Marx auch von mehr Solidarität unter den einzelnen Diözesen: "Ich bin der festen Überzeugung, dass die deutsche Kirche auf der Ebene Deutschlands stärker zusammenarbeiten muss. Und das sollte nicht nur dann der Fall sein, wenn wir positive Dinge voranbringen wollen und nicht nur dann, wenn wir Schaden vermeiden wollen."

"Länderfinanzausgleich" für die Kirche

Mehr Zusammenarbeit zwischen den Bistümern in Deutschland: Die Deutsche Bischofskonferenz erarbeitet gerade eine Art Länderfinanzausgleich, dass also finanzstarke Diözesen wie München oder Köln weniger zahlungskräftige Bistümer wie Hamburg unterstützen. Die kritische Kirchenvolksbewegung "Wir sind Kirche" unterstützt dieses Vorhaben, will aber in Sachen Finanzen noch weiter gehen.

"Es kann nicht mehr sein, dass jeder Bischof vor sich hin wurschtelt", sagt Christian Weisner, Sprecher der Bewegung "Wir sind Kirche". "Es braucht vor allen Dingen auch eine Mitbeteiligung des Kirchenvolkes:  Machen wir mehr Altenarbeit oder Schularbeit? Oder machen wir mehr pastoral? Das muss ganz neu aufgerollt werden."

Christian Weisner, "Wir sind Kirche", fordert Reformen in der Katholischen Kirche
tagesschau24 15:30 Uhr , 19.02.2018

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Streit über Segen für homosexuelle Paaren

Vor Beginn der Bischofskonferenz hat eine Wortmeldung aus Österreich für einige Aufregung im deutschen Katholizismus gesorgt. Andreas Laun, emeritierter Weihbischof in Salzburg, hatte einen möglichen Segen für homosexuellen Paare heftig kritisiert und mit der Segnung von Waffen oder Konzentrationslagern verglichen.

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hatte zuvor im Interview mit dem BR für die Begleitung von Homosexuellen geworben und dabei in Einzelfällen auch den kirchlichen Segen für homosexuelle Partnerschaften nicht ausgeschlossen. Die Kritik von Laun weist er zurück: "Es hilft keiner Seite, so über dieses Thema zu sprechen. Es geht darum, dass die Kirche auch diesen Menschen zugewandt ist und wie wir das in guter Weise auch ausdrücken können. Wie das auch für die Seelsorger hilfreich besprochen werden kann, das soll erst einmal hier vorbereitet werden."

Kardinal Marx Bischofskonferenz in Ingolstadt | Bildquelle: dpa
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Kardinal Marx beklagt mangelnde Kompetenz seiner Kollegen in Kapitalfragen.

Ökumene-Fragen zur Abstimmung

Weiter sind die Bischöfe offenbar bei der Frage, ob evangelische Christen ihre katholischen Ehepartner zur Kommunion begleiten können. Dazu liegt der Bischofskonferenz ein Vorschlag vor, über den bei dieser Tagung beraten und abgestimmt werden soll. Gerade eben hatte Papst Franziskus die evangelische und katholische Kirche in einem Brief ermutigt, in der Ökumene weiter voranzuschreiten.

Auftakt der Bischofskonferenz in Ingolstadt
Tilmann Kleinjung, BR
19.02.2018 17:34 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 19. Februar 2018 um 18:00 Uhr.

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