Thomas de Maiziere (CDU) | Bildquelle: dpa

Reaktionen zum Vorfall in Berlin Die Politik zeigt sich schockiert

Stand: 19.12.2016 23:32 Uhr

Zwölf Menschen starben am Berliner Breitscheidplatz. Bundesinnenminister de Maizière sprach den Angehörigen sein Beileid aus und bot Berlin Unterstützung an. Auch andere Spitzenpolitiker meldeten sich zu Wort.

Es ist noch nicht bekannt, ob sich auf dem Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche in Berlin ein Terroranschlag oder ein schrecklicher Unfall ereignet hat, doch mehrere Bundespolitiker haben sich bereits zu Wort gemeldet.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière zeigte sich betroffen von den Ereignissen, die laut Berliner Polizei mindestens neun Menschen das Leben kosteten: "Ich wurde unmittelbar nach dem schrecklichen Vorfall auf dem Berliner Weihnachtsmarkt unterrichtet. Meine Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzen des schrecklichen Vorfalls", so der CDU-Politiker. Er stehe in Austausch mit den Sicherheitsverantwortlichen im Land Berlin und habe jede Unterstützung durch die Bundespolizei angeboten.

Im Interview mit dem nachtmagazin plädierte der Minister für Zurückhaltung im Umgang mit den Ereignissen auf dem Berliner Weihnachtsmarkt plädiert. "Sehen Sie, von dem, was hier an Wortwahl getroffen wird, geht eine psychologische Wirkung ins ganze Land aus", sagte er auch die Frage, ob es sich um einen Anschlag oder einen Unfall handele. "Ich möchte bewusst nicht das Wort Anschlag in den Mund nehmen, obwohl vieles dafür spricht."

Thomas de Maizière, CDU, Bundesinnenminister, zum Vorfall auf dem Weihnachtsmarkt
nachtmagazin 23:55 Uhr, 19.12.2016

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Auch Bundespräsident Joachim Gauck sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus:

"Das ist ein schlimmer Abend für Berlin und unser Land, der mich wie zahllose Menschen sehr bestürzt. Auch wenn wir noch nicht viel über die Hintergründe des schrecklichen Geschehens auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wissen: Ich bin in Gedanken bei den Opfern, bei ihren Angehörigen, bei allen Menschen, die um Familienangehörige oder Freunde fürchten. Und ich danke den Helfern und Sicherheitskräften für ihren Einsatz."

Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ über ihren Sprecher ihre Betroffenheit ausrichten. "Wir trauern um die Toten und hoffen, dass den vielen Verletzten geholfen werden kann", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert über Twitter mit.

Steffen Seibert @RegSprecher
Entsetzliche Nachrichten vom #Breitscheidplatz. Kanzlerin #Merkel ist mit Innenminister und Reg. Bürgermeister im Kontakt. (1)
Steffen Seibert @RegSprecher
#Breitscheidplatz - Wir trauern um die Toten und hoffen, dass den vielen Verletzten geholfen werden kann. (2)

Auch Vize-Kanzler Sigmar Gabriel meldete sich über Twitter zu Wort:

Sigmar Gabriel @sigmargabriel
Meine Gedanken sind b.d. Opfern, den Verletzten u ihren Angehörigen. Mein Dank gilt d. Rettungskräften u.d. Berl. Polizei #breitscheidplatz

Außenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte: "Wir wissen noch nicht mit Gewissheit, was heute Abend wirklich geschehen ist. Die Sicherheitsbehörden arbeiten mit Hochdruck daran, die Unglücksstelle zu sichern und die Täter zu finden."

Auch sein Kabinettskollege, Bundesjustizminister Heiko Maas, sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Er kündigte an, dass der Generalbundesanwalt die Ermittlungen in dem Fall übernehmen wird.

Heiko Maas @HeikoMaas
Tiefstes #Mitgefühl mit den Angehörigen u Freunden. Wir hoffen,dass den Verletzten geholfen werden kann. Dank an Po… https://t.co/ggXfY2f5py

Auch Familienministerin Manuela Schwesig meldete sich zu Wort.

Manuela Schwesig @ManuelaSchwesig
Schrecklich! Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Opfern und ihren Angehörigen. Danke Polizei&Rettungsdienst. #Breitscheidplatz

Doch nicht nur Vertreter der Bundesregierung zeigten sich schockiert. Oppositionsführerin Sahra Wagenknecht und die Linken-Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger drückten per Twitter ihr Mitgefühl aus. Ähnlich äußerten sich Vertreter der Grünen, etwa Parteichef Cem Özdemir und Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt.

Sahra Wagenknecht @SWagenknecht
Furchtbare Nachrichten aus #berlin. Meine Gedanken und mein tiefes Mitgefühl sind bei den Opfern und den Verletzten und ihren Familien.
Katja Kipping @katjakipping
Eine Nachricht, die erschüttert. Mein Mitgefühl gilt den Opfern und Angehörigen. Dank an alle Rettungskräfte im Einsatz. #Breitscheitplatz
Bernd Riexinger @b_riexinger
Was für ein grauenhafter Abend. Schockiert über die Ereignisse in #Berlin und in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien.
Cem Özdemir @cem_oezdemir
Schreckliche Nachrichten hier in #Berlin. Wir trauern um die Opfer, sind bei den Angehörigen. Lasst uns zusammenhalten. #Breitscheidplatz
K. Göring-Eckardt @GoeringEckardt
Das ist eine furchtbare Nachricht. Trauer und Mitgefühl. Nichts sonst jetzt! #Berlin #Breitscheidplatz

In der Berliner Landespolitik gibt man sich mit Blick auf den Vorfall noch vorsichtig. Man wisse noch nicht, ob es sich um einen Unfall oder einen Anschlag handle, so der neue Berliner Innensenator Andreas Geisel.

Der Regierende Bürgermeister, Michael Müller, zeigte sich geschockt: "Was wir hier sehen, ist dramatisch", sagte er. Der Regierungschef betonte, dass die Situation unter Kontrolle sei. Dienstag kommt der rot-rot-grüne Senat zu einer Sondersitzung zusammen. Um 13 Uhr werden Müller und Geisel auf einer Pressekonferenz die Öffentlichkeit über den Ermittlungsstand informieren. Am Abend, um 18 Uhr, soll in der Gedächtniskirche ein Gottesdienst stattfinden.

Über dieses Thema berichteten das nachtmgagzin am 19. Dezember 2016 um 23:55 Uhr.

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