Grablichter und Blumen stehen in Köln an dem Unfallort | Bildquelle: dpa

Entscheidung in Karlsruhe Doch Gefängnis für Autoraser?

Stand: 06.07.2017 09:59 Uhr

Kommen zwei Autoraser, die das Leben einer 19-Jährigen auf dem Gewissen haben, doch noch ins Gefängnis? Der Bundesgerichtshof hob ein Urteil des Kölner Landgerichts teilweise auf. Die Haftstrafen gegen die Männer waren zur Bewährung ausgesetzt.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein Urteil aufgehoben, in dem die Haftstrafen für zwei verurteilte Kölner Autoraser zur Bewährung ausgesetzt worden waren. Der BGH verwies das Verfahren in der in Karlsruhe verkündeten Entscheidung an das Landgericht Köln zurück. Die beiden Männer müssen nun befürchten, dass sie die Haftstrafen verbüßen müssen.

Die damals 21 und 22 Jahre alten Männer hatten sich im April 2015 ein spontanes Rennen geliefert. Bei Tempo 95 in der Stadt schleuderte eines der Autos aus der Kurve und traf auf dem Radweg eine 19 Jahre alte Studentin, die später starb.

Zwei und eindreiviertel Jahre Haft

Die Kölner Richter verurteilten den Fahrer des Unfallwagens zu zwei Jahren und den zweiten Raser zu eindreiviertel Jahren Haft - auf Bewährung. Dies hielt der BGH-Prüfung nun nicht stand.

Eine andere Strafkammer des Landgerichts muss über die Frage nun neu verhandeln und entscheiden. Die Staatsanwaltschaft hatte höhere Haftstrafen gefordert.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 06. Juli 2017 um 10:00 Uhr.

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