Asylsuchende | Bildquelle: dpa

Flüchtlingszahlen für 2017 Deutlich weniger Asylsuchende

Stand: 16.01.2018 18:19 Uhr

Die Zahl der Asylsuchenden ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. 2017 kamen rund 186.000 Asylsuchende nach Deutschland. Das waren deutlich weniger als im Jahr davor und nur noch ein Fünftel der Zahl von 2015.

Anhörung im Asylverfahren | Bildquelle: picture alliance / Daniel Karman
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Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland deutlich zurückgegangen.

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland deutlich zurückgegangen. Die Behörden registrierten 186.644 Asylsuchende, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Im Vorjahr zählten die deutschen Behörden noch rund 280.000 Asylsuchende, nachdem die Zahl im Hauptjahr des Flüchtlingszustroms 2015 bei etwa 890.000 gelegen hatte.

Auch 2017 stammte die größte Gruppe aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 47.434 syrische Flüchtlinge, gefolgt von Asylsuchenden aus dem Irak (21.043), Afghanistan (12.346) und Eritrea (9524). Aus der Türkei suchten knapp 8000 Menschen in Deutschland Asyl.

Deutlicher Rückgang bei Altfällen

Das Bundesamt für Asyl und Flüchtlinge (BAMF) entschied laut Innenministerium 2017 über die Anträge von mehr als 600.000 Asylsuchenden. Die Anzahl der anhängigen Asylverfahren sei mit 68.245 wieder auf den niedrigen Stand von Mitte 2013 zurückgeführt worden. Ende Dezember 2016 hatte die Zahl der anhängigen Asylverfahren demnach noch bei 433.719 gelegen.

Zahl der Asylsuchenden 2017 deutlich gesunken
nachtmagazin 00:20 Uhr, 17.01.2018, Katharina Röben, ARD Berlin

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De Maizière: "Krise bewältigt"

Thomas de Maizière | Bildquelle: dpa
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Das BAMF könne sich nun wieder den Zukunftsaufgaben widmen, erklärte Innenminister de Maizière.

Der geschäftsführende Bundesinnenminister Thomas de Maizière zeigte sich erleichtert: "Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist nicht mehr mit dem Bewältigen der Folgen der Krise beschäftigt." Vielmehr könne sich das BAMF nun "den Aufgaben der Zukunft zuwenden".

Auch in der monatlichen Asylstatistik zeigt der Trend nach unten. Im Dezember wurden 13.082 ankommende Flüchtlinge registriert, nach gut 16.000 im November und mehr als 15.000 im Oktober. Die beiden größten Gruppen von Aslysuchenden blieben Syrer und Iraker.

26.000 Abschiebungen

Aus Deutschland abgeschoben wurden im vergangenen Jahr rund 26.000 Menschen - etwa 2000 weniger als 2016. Dennoch sei das ein "beachtliches Ergebnis", sagte de Maizière. Der Rückgang sei darauf zurückzuführen, dass die Rückführungen in die Westbalkanstaaten weitestgehend abgeschlossen worden seien. Abschiebungen in andere Länder gestalteten sich als schwierig, sagte der CDU-Politiker.

Abschiebungen in die nordafrikanischen Länder Tunesien, Algerien und Marokko, die in der Vergangenheit als besonders schwierig galten, hätten sich erhöht. Allein nach Algerien wurden 2017 de Maizière zufolge 450 Menschen zurückgebracht. 2015 waren es nur 57.

Asylbilanz 2017: Schnelligkeit zu Lasten der Qualität?
A. Müller, ARD Berlin
16.01.2018 12:59 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 16. Januar 2018 tagesschau24 um 11:00 Uhr und die tagesschau um 12:00 Uhr.

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