Politiker auf dem AfD-Parteitag | Bildquelle: dpa

AfD-Parteitag Sehnsucht nach geordneten Verhältnissen

Stand: 23.04.2017 07:23 Uhr

Der Auftakt des AfD-Parteitags war hitzig, heute geht es kaum weniger turbulent zu. So ist weiterhin völlig unklar, wer als Spitzenteam in den Bundestagswahlkampf ziehen wird. Doch viele Delegierte hoffen auf etwas Ruhe und geordnete Bahnen.

Von Ulla Fiebig, ARD-Hauptstadtstudio

Es sind noch fünf Monate bis zur Bundestagswahl. Fünf Monate, das kann sich ziehen. Denn solange muss sich die Partei jetzt zusammenreißen. Sie verordnet sich jedenfalls Geschlossenheit. Keine Querschüsse mehr, wenigstens solange es um den Einzug in den Bundestag geht. Wird die AfD das schaffen?

Wenn sich Frauke Petry an das hält, was sie am Samstag angekündigt hat, dann will sie sich jetzt erstmal wirklich zurückhalten und die anderen im Wahlkampf machen lassen. Die Enttäuschung ist offensichtlich. Von den Delegierten kam weniger Unterstützung für sie und ihre Positionen als erwartet. Da hat sich was verändert. Die "Frauke, Frauke"- Rufe waren in Köln jedenfalls recht schnell verklungen. Um sie könnte es nun etwas stiller werden.

AfD-Delegierte debatieren über Wahlprogramm
tagesschau 13:15 Uhr, 23.04.2017, Tamara Anthony, NDR

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Alte Parolen, neu verpackt

Viele Delegierte scheinen ohnehin auf etwas Ruhe und geordnete Bahnen zu warten, um den längst sicher geglaubten Bundestag nicht doch noch zu verspielen - eine Chance für Jörg Meuthen. Der weniger polarisierende Co-Vorsitzende wirkt da wie der richtige Mann, auch wenn er selbst gar nicht für den Bundestag kandidiert. Er trifft mit seiner Kölner Rede genau den Nerv im Saal: Die Sorge um das Vaterland sei die zentrale Motivation der AfD.

Meuthen warnt vor der "unwiderruflichen Veränderung unserer Heimat". Da ist er wieder, der AfD-Sound, der intern ankommt, moderater verpackt als bei anderen. Nicht umsonst zog der Parteitag die Beratung des Programms nach vorne und verschob den Tagesordnungspunkt Spitzenteam auf heute. Das sieht nach klaren Prioritäten aus.

Sinkende Umfragewerte verunsichern

Und wenn es dann ein Spitzenteam geben sollte, dürfte tunlichst darauf geachtet werden, dass ein solches Hickhack wie mit Petry nicht mehr passieren und keiner eine Sonderrolle spielen kann. Auf ein prominentes Gesicht sei die AfD als Protestpartei sowieso nicht so stark angewiesen wie andere Parteien, wird ja auch immer wieder gern erläutert. Zuversicht verbreiten und die Eintracht beschwören ist einfacher, als sich im Alltag daran zu halten.

Lange Zeit schien es für die AfD wie ganz von allein zu laufen. Europa-Kritik und Flüchtlingszuzug spülten sie in Umfragen nach oben und in immer mehr Landtage. Sinkende Umfragewerte sind nun neu und verunsichern. Auch wenn gerade in der Arbeits-, Sozial- und Familienpolitik programmatisch nachgelegt wird, im Kern geht es der AfD nach wie vor um harte nationale Linien bei Asyl, Sicherheit und Euro. Damit habe die Partei ein solides Wählerpotential von zehn Prozent, rechnet Meuthen den Delegierten vor. Er sieht überhaupt keinen Grund, nervös zu werden.

Marie-Kristin Boese, SWR, mit Einzelheiten zum Spitzenteam
tagesschau 13:15 Uhr, 23.04.2017

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Mehr zum AfD-Parteitag: heute um 18.30 Uhr, im Bericht aus Berlin

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 23. April 2017 um 09:00 Uhr.

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