Frauke Petry, AfD-Parteivorsitzende, spricht beim Bundesparteitag der Alternative für Deutschland. | Bildquelle: dpa

AfD-Parteitag in Köln Petry kämpft um "realpolitischen" Kurs

Stand: 22.04.2017 12:36 Uhr

In Köln hat AfD-Chefin Petry erneut für ihren "realpolitischen Kurs" geworben - sich aber auch kompromissbereit gezeigt. Gleich zu Beginn des Parteitags musste Petry aber eine Niederlage einstecken.

Ungeachtet der scharfen Kritik aus ihrer Partei hat Frauke Petry auf dem Bundesparteitag der AfD für den von ihr favorisierten "realpolitischen Kurs" geworben. Dies sei notwendig, weil das Bild der Partei in der Öffentlichkeit sonst zu stark von einer lauten Minderheit bestimmt werde, sagte die AfD-Chefin bei ihrer Eröffnungsrede in Köln.

Sie verstehe, dass viele Parteimitglieder die Auseinandersetzung scheuten. Dies sei emotional zwar verständlich, aber es sei "nicht mutig", sagte sie in Anspielung auf das Parteimotto "Mut zur Wahrheit".

"Ein bisschen provokant"

An ihre Gegner richtete Petry scharfe Vorwürfe: Seit dem Sommer 2015 hätten Minderheiten demokratische Beschlüsse von Vorständen und Gremien torpediert. Aus Angst vor Konflikten würde eine Mehrheit in der Partei aber häufig auf Widerspruch verzichten. "Ich könnte auch ein bisschen provokant formulieren: die spontane und über Facebook, Twitter und Mailverteiler verbreitete Solidarität mit Minderheitsmeinungen und Verfehlungen einzelner Protagonisten ist häufig größer als die Solidarität mit gewählten Vorständen und offiziellen Repräsentanten." Dabei werde leider übersehen, dass der Gesamtschaden für die AfD aus Sicht der Wähler auch dann entstehe, wenn nur einzelne Vertreter aus Parteikreisen angegriffen würden.

Thomas Baumann, ARD Berlin zzt. Köln, mit Informationen zum AfD-Bundesparteitag
22.04.2017

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Gleichzeitig räumte Petry Fehler ein. Sie sagte, es tue ihr leid, dass sich Parteivize Alexander Gauland durch eine Formulierung in ihrem kürzlich veröffentlichten "Zukunftsantrag" angegriffen gefühlt habe. Dies sei nicht ihre Absicht gewesen. Sie sei auch bereit zu Änderungen an diesem Antrag. Petry hatte bei ihren Parteifreunden mit dem Antrag in den vergangenen Tagen für einige Unruhe gesorgt. Darin forderte sie eine Abgrenzung von einer "fundamentaloppositionellen" Strategie.

Keine Abstimmung über "Zukunftsantrag"

Mittlerweile ist der Antrag allerdings vom Tisch - die 600 Delegierten wollten nicht einmal über diesen abstimmen. Mit großer Mehrheit beschlossen sie kurz nach Petrys Rede, den "Zukunfstantrag" und weitere Anträge nicht ergänzend auf die Tagesordnung zu setzen. Erst vor wenigen Tagen hatte Petry überraschend ihren Verzicht auf die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl erklärt.

Bundesparteitag der AfD in Köln
tagesschau 12:00 Uhr, 22.04.2017, Marie-Kristin Boese, ARD Berlin zzt. Köln

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. April 2017 um 12:00 Uhr.

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