AfD-Logo | Bildquelle: dpa

AfD-Bundesvorstand Distanz zu den eigenen Unterstützern?

Stand: 21.07.2018 14:53 Uhr

Ein Verein hat seit mehr als zwei Jahren die AfD mit teuren Kampagnen unterstützt. Die Partei geht jetzt laut einem Medienbericht auf Distanz zu der Organisation - vermutlich weil Ermittlungen laufen.

Die AfD bemüht sich erstmal um Distanz zu einer Organisation, die seit mehr als zwei Jahren mit millionenschweren Wahlkampfhilfen Stimmung für die Partei gemacht haben soll. Das berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe.

Es geht um den "Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten". Die Organisation wird laut "Spiegel" aus undurchsichtigen Quellen finanziert. Der AfD-Bundesvorstand habe dem Verein kürzlich untersagt, das Logo und Corporate Design der Partei zu verwenden und unter Nennung des Parteinamens zur Wahl der AfD aufzurufen, berichtet das Magazin weiter.

Ein Wahlplakat der Alternative für Deutschland (AfD) mit der Aufschrift "Mehr Sicherheit für unsere Frauen und Töchter!", aufgenommen am 06.03.2016 in Göppingen (Baden-Württemberg) | Bildquelle: picture alliance / dpa
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Der "Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten" hatte Plakate aufgestellt und dabei das Corporate Design der AfD verwendet.

Anhaltspunkte für illegale Parteienfinanzierung?

Eine entsprechende Unterlassungsaufforderung sei an die Postanschrift des Vereins geschickt worden, der unter einer Briefkastenadresse in Stuttgart firmiert. Auch das Schweizer PR-Unternehmen Goal AG, das die Wahlkampagnen des Vereins steuert, habe eine solche Unterlassungsaufforderung erhalten.

In der Vergangenheit hieß es von führenden AfD-Funktionären allerdings, dass die Werbeaktionen des Vereins - darunter großangelegte Plakatkampagnen und Wahlkampfzeitungen in Millionenauflage - nicht mit ihnen oder der Partei abgestimmt worden seien. Sie hätten weder Kenntnis über Urheber noch Finanziers gehabt.

Die Bundestagsverwaltung untersucht laut "Spiegel"-Informationen derzeit mehrere PR-Aktionen der Goal AG und prüft, ob es Anhaltspunkte für illegale Parteienfinanzierung gibt. Unter anderem geht es um eine Anzeigenkampagne der Goal AG für den heutigen AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen, der 2016 für den baden-württembergischen Landtag kandidierte und mit Goal-Chef Segert befreundet ist.

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