Maduro | Bildquelle: dpa

Wahl in Venezuela Ein "Erfolg" - trotz mehrerer Toter

Stand: 31.07.2017 07:33 Uhr

Gewalt auf den Straßen, Tote und Betrugsvorwürfe - die Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung in Venezuela stützt das sozialistische Land weiter in die Krise. Präsident Maduro wertet diese dennoch als Erfolg. Es sei die "größte Abstimmung für die Revolution".

Trotz der Proteste und Ausschreitungen mit zahlreichen Toten hat der venezolanische Präsident Nicolás Maduro die Abstimmung zur verfassungsgebenden Versammlung in dem südamerikanischen Land als Erfolg gewertet. "Wir haben eine verfassungsgebende Versammlung", sagte der Staatschef in Caracas vor Hunderten Anhängern. Es sei die "größte Abstimmung für die Revolution".

Der Hintergrund zur Krise in Venezuela
tagesschau24 11:00 Uhr , 31.07.2017, Thomas Aders, SWR

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Mehr als acht Millionen Venezolaner hätten ihre Stimme abgegeben, das seien 41,5 Prozent der Wahlberechtigten, teilte die Chefin der Nationalen Wahlkommission, Tibisay Lucena, mit. Insgesamt hatten sich etwa 50.000 Menschen um einen Sitz in der verfassungsgebenden Versammlung beworben, etwa 6100 Kandidaturen wurden für gültig erklärt. Die Kriterien für die Zulassung zur Wahl wurden von Maduro aufgestellt.

Opposition wirft Maduro Betrug vor

Laut der Opposition entsprechen die angegebenen Zahlen zu Wahlbeteiligung nicht der Wahrheit. Sie seien viel zu hoch. Die Opposition hatte zuvor für einen Boykott der Abstimmung geworben. Sie läuft seit Wochen Sturm gegen das Projekt, konnte Maduro mit ihren Massenprotesten und zwei Generalstreiks aber nicht zum Einlenken bewegen. Die Regierungsgegner werfen Maduro vor, sich durch die neue Verfassung "diktatorische Vollmachten" sichern zu wollen.

Die Wahl wurde von heftigen Ausschreitungen begleitet. Mindestens acht Menschen wurden seit Samstagabend getötet, wie die Justizbehörden mitteilten. Die Opposition gab die Zahl der Todesopfer mit 15 an.

In der Stadt Cumana wurde ein 30-jähriger Regionalsekretär einer oppositionellen Jugendvereinigung bei einem Protestmarsch erschossen. Zu möglichen Tätern machte die Staatsanwaltschaft keine weiteren Angaben. In der Stadt Merida wurden nach einem Protestmarsch die Leichen zweier Männer entdeckt, wie die dortigen Behörden mitteilten. Auch hier liegen bislang keine Erkenntnisse über die Todesumstände vor.

Venezolanische Polizisten nach der Explosion eines Sprengkörpers in Caracas. | Bildquelle: dpa
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In Venezuela gab es auch gestern Ausschreitungen mit mehreren Toten.

Bei Protestkundgebung erschossen

In Merida war bereits Samstagabend ein Mann bei einer Protestkundgebung erschossen worden. Bei einer Demonstration in der Stadt Barquisimeto starb ein 43-Jähriger durch einen Kopfschuss, wie die Justiz mitteilte.

Einer der Kandidaten für das Verfassungsgremium war in der Nacht zu Sonntag getötet worden. Mehrere Angreifer drangen in das Haus von José Félix Pineda in Ciudad Bolívar ein und erschossen den 39-jährigen Anwalt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Zum möglichen Tatmotiv machte die Behörde keine Angaben.

Wahlen in Venezuela von Gewalt überschattet
tage sschau24 11:00 Uhr, 31.07.2017, Anna Marohn, ARD-Aktuell

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In der Hauptstadt Caracas trugen vier Polizisten Verletzungen durch einen Sprengsatz davon. Dieser sei explodiert, als die Polizisten in einem Motorradkonvoi vorbeigefahren seien, teilten die Behörden mit. Im Westen der Hauptstadt rückte die Nationalgarde aus, um Straßenblockaden von Regierungsgegnern zu entfernen. Die Gardisten setzten Tränengas und Gummigeschosse ein. Gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften wurden auch aus den Städten Maracaibo und Puerto Ordaz gemeldet. Bei den Protesten in Venezuela wurden bislang insgesamt mehr als 120 Menschen getötet.

USA und sechs weitere Länder erkennen Wahl nicht an

Die USA und sechs weitere Länder kündigten an, die Ergebnisse der Wahl nicht anzuerkennen. "Die betrügerische Wahl von Maduro ist ein weiterer Schritt in Richtung Diktatur. Wir akzeptieren keine unrechtmäßige Regierung", erklärte die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley. "Das venezolanische Volk und die Demokratie werden sich durchsetzen." Neben den USA wollen Mexiko, Kolumbien, Panama, Argentinien, Costa Rica, und Peru das Wahlergebnis nicht anerkennen, wie die jeweiligen Regierungen am Sonntag oder bereits im Laufe der vergangenen Woche erklärten.

Wahl in Venezuela zur verfassungsgebenden Versammlung
Burkhard Birke, DLF, zzt. Caracas
31.07.2017 14:32 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. Juli 2017 um 09:00 Uhr.

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