Oppositionspolitiker Leopoldo Lopez

Krise in Venezuela Oppositionsführer nicht mehr im Gefängnis

Stand: 08.07.2017 14:15 Uhr

Venezuelas Oppositionsführer Lopez ist aus Gesundheitsgründen überraschend aus dem Gefängnis in einen Hausarrest entlassen worden. Lopez war 2014 zu 14 Jahren Haft verurteilt worden.

Nach gut drei Jahren Haft ist der venezolanische Oppositionsführer Leopoldo Lopez aus dem Gefängnis entlassen worden. Lopez sei in Caracas unter Hausarrest gestellt worden, erklärte sein Anwalt Javier Cremades. Der oberste Gerichtshof des Landes schrieb auf Twitter, dass die Entlassung aus gesundheitlichen Gründen erfolgt sei.

Lopez war 2014 wegen des Vorwurfs der Anstachelung zur Gewalt bei regierungskritischen Protesten zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden.  Im Mai hatte seine Frau berichtet, der 46-Jährige sei in Isolationshaft verlegt worden, um ihn von Nachrichten über die jüngste Protestwelle abzuschneiden.

Opposition kämpft für Amtsenthebung

Die konservative und rechtsgerichtete Opposition in Venezuela kämpft für eine Amtsenthebung des Staatschefs, den sie für die schwere Wirtschaftskrise und die dramatischen Versorgungsengpässe im Land verantwortlich macht. Maduro beschuldigt die Regierungsgegner, mit Unterstützung der USA einen Staatsstreich gegen ihn zu planen. Bei den nahezu täglichen Protesten gegen Maduro wurden seit Anfang April bereits 91 Menschen getötet und mehr als Tausend weitere verletzt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 08. Juli 2017 um 14:00 Uhr in den Nachrichten.

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