Überschwemmung in Utah | Bildquelle: AFP

Nahe dem Nationalpark Zion 16 Tote bei Überschwemmungen in Utah

Stand: 16.09.2015 07:38 Uhr

Während die Menschen im US-Bundesstaat Kalifornien gegen schwerste Waldbrände kämpfen, wurde die Gegend um den Nationalpark Zion im Bundesstaat Utah von einer Springflut überrascht. Mindestens 16 Menschen kamen ums Leben, darunter sechs Kinder.

Das Ausmaß der heftigen Springflut, die bereits am Montag den US-Bundesstaat in der Gegend um den Nationalpark Zion überraschte, wird immer deutlicher. Die Behörden korrigierten die Zahl der Toten auf 16 nach oben. Unter ihnen sind sechs Kinder.

Zwölf der Opfer gehörten zu zwei Familien, die am Montag in zwei Autos in der Kleinstadt Hildale unterwegs waren, als die Fluten die Wagen fortrissen. Drei Insassen hätten überlebt, eine Person werde noch vermisst, sagte die Sprecherin der Stadtverwaltung von Hildale, Michelle Catwin, der Nachrichtenagentur AFP.

Springflut im US-Bundesstaat Utah (unkommentiertes Material)
16.09.2015

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Besucher des Nationalparks von Wassermassen überrascht

Rettungskräften zufolge handelt es sich bei den drei anderen Todesopfern um Besucher des Nationalparks Zion nordöstlich von Las Vegas. Sie gehörten demnach zu einer Gruppe, die kurz vor den Überschwemmungen zu einer Schluchtentour aufgebrochen war. Vier weitere Mitglieder der Gruppe würden noch vermisst, die Suche nach ihnen werde durch heftige Regenfälle erschwert. Die insgesamt vier Männer und drei Frauen stammten aus Kalifornien und Nevada, sagte Baker. Alle Mitglieder der Gruppe seien zwischen 40 und 60 Jahre alt.

Die Canyons im Park waren nach den heftigen Regenfällen wegen der Wassermassen gesperrt worden. Diese strömten später wie reißende Flüsse durch die Schlucht, in der sich die Gruppe aber bereits befand.

Waldbrand in Kalifornien bedroht Mammutbäume

Unterdessen breiten sich die Waldbrände in Kalifornien weiter aus. Das Feuer bedroht inzwischen auch einen Wald gigantischer Mammutbäume. Die Feuerwehr tue alles, um die Flammen von den Bäumen im King's Canyon Nationalpark fernzuhalten, sagte Feuerwehrsprecher Mike Theune.

Besondere Sorge gilt dem "General Grant", dem mit 81,6 Metern zweithöchsten Mammutbaum der Welt. Er werde rund um die Uhr bewacht und die Erde um ihn herum mit Wasser besprüht. Auch um den sechsthöchsten Mammutbaum "Boole Tree" sei eine Bewässerungsanlage installiert worden, sagte Theune. Die Mammutbäume gehören zu den größten Touristenattraktionen der Region.

Der Waldbrand - einer von mehreren, die Kalifornien derzeit heimsuchen - hat schon knapp 35.000 Hektar Wald vernichtet. Mehr als 3700 Feuerwehrleute sind im Einsatz, um die Flammen zu löschen.

Waldbrände in Kalifornien
nachtmagazin 00:00 Uhr, 16.09.2015

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