Donald Trump | Bildquelle: dpa

Nachzählung der Wahlstimmen Trump bleibt Sieger in Wisconsin

Stand: 13.12.2016 02:33 Uhr

Der künftige US-Präsident Trump bleibt Wahlsieger im Bundesstaat Wisconsin. Eine neue Auszählung der Stimmen bestätigte seinen Vorsprung vor seiner früheren Rivalin Clinton. Michigan und Pennsylvania lehnten eine Neuauszählung unterdessen ab.

Der designierte US-Präsident Trump ist und bleibt Wahlsieger im Bundesstaat Wisconsin. Eine Nachzählung der am 8. November abgegebenen Stimmen der Wähler bestätigte den Vorsprung des Republikaners vor seiner damaligen demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton.

Nach Angaben der Wahlkommission wurden insgesamt noch einmal fast drei Millionen Wahlzettel ausgezählt. Das Ergebnis: Trump konnte sogar noch mehr als 130 Stimmen hinzugewinnen, wie er selbst über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Die Wahlkommission sprach sogar von 162 zugewonnenen Stimmen. Bei der Wahl im November hatte der Immobilien-Milliardär etwa 22.000 Stimmen vor Clinton gelegen.

Donald J. Trump @realDonaldTrump
The final Wisconsin vote is in and guess what - we just picked up an additional 131 votes. The Dems and Green Party can now rest. Scam!

Grünen wollten in drei Staaten neue Auszählung

Die erneute Auszählung der Wählerstimmen hatte die Grünen-Politikerin und Präsidentschaftskandidatin Jill Stein durchgesetzt und durch Spenden finanziert. Ihrer Ansicht nach habe das Risiko bestanden, dass Wahlmaschinen manipuliert gewesen waren. Stein hatte zudem eine Neuauszählung in den Bundesstaaten Michigan und Pennsylvania angestrebt. Hier scheiterte sie jedoch. In der vergangenen Woche wurde eine erneute Auszählung in Michigan per Gericht gestoppt. Nun bestätigten auch in Pennsylvania staatliche Vertreter die Wahlergebnisse vom November und schlossen damit eine neue Auszählung aus.

US-Präsidentschaftskandidatin und Grünen-Politikerin Jill Stein | Bildquelle: AP
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Grünen-Politikerin Jill Stein scheiterte in Pennsylvania mit ihrem Antrag auf eine Neuauszählung der Wählerstimmen

Auch Richter lehnte Grünen-Antrag ab

Auch die Justiz lehnte den Antrag der Grünen ab. In Pennsylvania, wo Trump etwa 44.000 Stimmen vor Clinton gelegen hatte, habe es keine glaubwürdigen Hinweise gegeben, dass es zu Hackerattacken und damit zu manipulierten Ergebnissen gekommen sei, entschied Bundesrichter Paul Diamond.

Die Grünen zeigten sich enttäuscht über die Entscheidung. "Das Wahlsystem in Pennsylvania ist unfair für die Wähler und sie wissen nicht, ob ihre Stimmen gezählt haben", sagte ein Anwalt der Partei.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Dezember 2016 um 05:30 Uhr.

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