Michael Flynn mit seinem Sohn Michael G. Flynn im Trump Tower | Bildquelle: AP

Kontakte zu Russland Trumps Sicherheitsberater Flynn tritt zurück

Stand: 14.02.2017 05:35 Uhr

US-Präsident Trumps nationaler Sicherheitberater, Ex-General Michael Flynn, ist zurückgetreten. Das bestätigte das Weiße Haus. Flynn war wegen seiner Kontakte zu Russland unter Druck geraten.

Ex-General Michael Flynn, der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, ist zurückgetreten. Das bestätigte das Weiße Haus. Flynn war von Anfang an umstritten, auch wegen seiner Kontakte zu Russland. Zum Verhängnis wurde ihm nun offenbar ein Telefongespräch und seine Aussagen dazu. Zudem wurde Flynn wegen seiner harschen Art und mitunter extremer politischer Ansichten im Wahlkampf und nach der Wahl heftig kritisiert.

Berichten der "Washington Post" und der "New York Times" zufolge hatte Flynn entgegen seiner bisherigen Aussagen Ende Dezember in einem Telefonat mit dem russischen Botschafter in Washington über die neuen Russland-Sanktionen des damaligen Präsidenten Barack Obama gesprochen.

Möglicher Rechtsverstoß

Die "Washington Post" schrieb, ranghohe US-Regierungsvertreter verträten die Ansicht, dass das Gespräch Flynns mit dem russischen Botschafter unangemessen gewesen sei und vielleicht sogar gegen Recht verstoßen habe. Besonders heikel sei, dass Flynn dem Diplomaten die Möglichkeit zur späteren Aufhebung der Sanktionen nach Trumps Amtsantritt im Januar signalisiert haben könnte.

"Washington Post" und "New York Times" berufen sich in ihren Berichten zu Flynn auf gegenwärtige und frühere hochrangige Regierungsmitarbeiter, die Zugang zu Informationen von US-Geheimdiensten hätten, die auch die Kommunikation russischer Diplomaten überwachten.

Der nationale Sicherheitsberater spielt für den außen- und sicherheitspolitisch unerfahrenen Präsidenten eine besonders wichtige Rolle. Das Weiße Haus hatte zunächst mitgeteilt, der Präsident überprüfe den Vorgang und habe mit Vizepräsident Pence sowie weiteren Mitarbeitern über das "aus seiner Sicht mit Abstand wichtigste Thema" in der Sache gesprochen: "unsere nationale Sicherheit", sagte Trumps Sprecher Spicer.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 14. Februar 2017 um 06:15 Uhr

Darstellung: