Das private U-Boot "UC3 Nautilus" im Kopenhagener Hafen. | Bildquelle: REUTERS

Vermisste schwedische Journalistin U-Boot-Besitzer will Frau bestattet haben

Stand: 21.08.2017 21:37 Uhr

Eine schwedische Journalistin fährt mit einem dänischen Tüftler auf dessen selbst gebautem U-Boot. Plötzlich verschwindet sie, das Boot sinkt. Der U-Boot-Besitzer sagt, die Frau sei bei einem Unfall ums Leben gekommen. Jetzt wurde eine Frauenleiche geborgen.

Die verschwundene schwedische Journalistin Kim Wall ist tot. Der dänische U-Boot-Besitzer Peter Madsen sagte in einem Verhör aus, die 30-Jährige sei durch an Unglück an Bord ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Kopenhagen mitteilte, habe der Tüftler die Frau an einem nicht genau genannten Ort in der Koge-Bucht bestattet.

In den Gewässern vor Kopenhagen wurde mittlerweile eine Frauenleiche geborgen. Ob es sich dabei um die vermisste Journalistin handelt, ist jedoch noch unklar. Der Leiche habe weder Kopf noch Beine oder Arme, teilte die Polizei mit. Der Torso sei noch nicht identifiziert.

Der Däne Peter Madsen vor seinem selbstgebauten U-Boot
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2008 steht Peter Madsens U-Boot am Hafen von Kopenhagen.

Die schwedische Journalistin Kim Wall | Bildquelle: dpa
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Die schwedische Journalistin Wall ist offenbar tot.

Wall war zuletzt am 10. August an Bord des privaten U-Boots "UC3 Nautilus" gemeinsam mit Madsen gesehen worden. Der 46-Jährige steht im Verdacht, das Boot südlich von Kopenhagen absichtlich zum Sinken gebracht zu haben. Er selbst war gerettet worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Bei seinen ersten Verhören hatte er ausgesagt, mit der Verschwinden der Journalistin nichts zu tun zu haben und sie noch in der Nacht auf einer Insel im Hafen der dänischen Hauptstadt abgesetzt zu haben. Wall hatte eine Reportage über Madsen schreiben wollen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 23. August 2017 um 05:00 und 07:45 Uhr in den Nachrichten.

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