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Gegen Extremismus 235.000 Konten mit Terror-Botschaften gesperrt

Stand: 19.08.2016 01:17 Uhr

Soziale Netzwerke werden für vieles genutzt - auch für die Verbreitung von Hass- und Terror-Botschaften. Twitter gelingt es nach eigenen Angaben inzwischen deutlich besser, solche Botschaften zu erkennen. 235.000 Konten wurden deshalb seit Februar gesperrt.

Twitter hat eine Bilanz seiner jüngsten Maßnahmen gegen extremistische Inhalte im Internet gezogen. Demnach sind seit vergangenem Februar 235.000 Nutzerkonten wegen Terror-Verherrlichung gesperrt worden.

Im Februar waren zuletzt Zahlen zur Sperrung von Nutzerkonten veröffentlicht worden. Seitdem habe "die Welt eine weitere Welle tödlicher, abscheulicher Terrorangriffe rund um den Erdball erlebt", hieß es in einem Blog-Eintrag von Twitter. "Wir verurteilen diese Taten scharf und bleiben verpflichtet, die Förderung von Gewalt oder Terrorismus auf unserer Plattform zu eliminieren."

Kein "magischer Algorithmus"

Twitter steht unter Druck, die Meinungsfreiheit zu schützen, zugleich aber Terroristen keine Bühne zu bieten, um zu Gewalt aufzurufen und Kämpfer zu rekrutieren. Dem Unternehmen gelingt es nach eigenen Angaben mittlerweile leichter, terroristische Inhalte zu identifizieren und die betreffenden Konten zu sperren. Seit vergangenem Jahr seien die täglichen Sperrungen daher um mehr als 80 Prozent gestiegen. Einen "magischen Algorithmus" zum Aussieben von Terroristen gebe es aber nicht.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 19. August 2016 um 9:24 Uhr

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