Die Schatten von Menschen sind durch eine türkische Fahne zu erkennen. | Bildquelle: AFP

Unter Putsch-Verdacht Fast 4000 Entlassungen in Türkei

Stand: 29.04.2017 20:27 Uhr

Die Welle der Entlassungen und Verhaftungen in der Türkei geht weiter: Fast 4000 Beamte sind entlassen worden, unter anderem Mitarbeiter des Justizministeriums. Erst Mitte der Woche waren Tausend Menschen festgenommen worden, weil sie am Putsch 2016 beteiligt gewesen sein sollen.

Im Zuge ihres Vorgehens gegen mutmaßliche Putsch-Unterstützer hat die türkische Regierung fast 4000 weitere Staatsbedienstete entlassen. Laut einem heute veröffentlichten Dekret wurden 3974 Beamte entlassen, darunter mehr als Tausend Mitarbeiter des Justizministeriums und mehr als Tausend Armee-Angehörige. In dem Dekret war jeder einzelne Entlassene namentlich erwähnt.

Die türkische Regierung geht seit Monaten gegen mutmaßliche Anhänger der Gülen-Bewegung vor. Ankara macht die Bewegung des in den USA lebenden islamischen Predigers Fethullah Gülen für den gescheiterten Militärputsch vom vergangenen Juli verantwortlich. Seit dem Putschversuch wurden daher in der Türkei Zehntausende mutmaßliche Gülen-Anhänger inhaftiert oder aus dem Staatsdienst entlassen.

Tausend Verdächtige Mitte der Woche festgenommen

Erst am Mittwoch hatte die Polizei bei landesweiten Razzien mehr als tausend Verdächtige festgenommen, Tausende weitere wurden per Haftbefehl gesucht. Am selben Tag suspendierte die Polizei in den eigenen Reihen mehr als 9100 Beamte, weil sie Verbindungen zum Gülen-Netzwerk haben sollen. Zudem wurde am Samstag der Zugang zur Online-Enzyklopädie Wikipedia gesperrt.

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 29. April 2017 um 23:15 Uhr.

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