Donald Trump bei einem Meeting des Kabinetts | Bildquelle: AP

Zölle auf Autos aus EU Trump droht mit 20-Prozent-Abgaben

Stand: 22.06.2018 17:20 Uhr

US-Präsident Trump hat im Handelsstreit mit der EU nachgelegt. Über Twitter drohte er mit Zöllen auf Auto-Importe in Höhe von 20 Prozent. Hersteller aus Deutschland wären davon am stärksten betroffen.

US-Präsident Donald Trump hat europäischen Autoherstellern erneut mit einem Sonderzoll gedroht. Die Europäische Union belange die USA seit langem mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen, so Trump.

"Wenn diese Zölle und Barrieren nicht bald eingerissen und beseitigt werden, werden wir 20 Prozent Zoll auf alle ihre Autos erheben, die in die USA kommen", schrieb er auf Twitter. "Baut sie hier!", fügte er hinzu.

EU stellt Bedingungen

Die EU hatte kurz zuvor als Reaktion auf die seit Anfang Juni geltenden US-Aufschläge auf Aluminium und Stahl aus Europa Gegenzölle auf eine Reihe von US-Produkten in Kraft gesetzt. Die neuen EU-Zölle betreffen US-Waren im Gesamtwert von 2,8 Milliarden Euro, darunter neben Eisen- und Stahlprodukten etwa auch Jeans, Whiskey und Harley-Davidson-Motorräder. 

Die Europäische Union hatte bereits bei vorherigen Drohungen Trumps grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft signalisiert, die eigenen Zölle anzupassen. Jedoch hatte Brüssel die Bedingung gestellt, Trump müsse für die Zeit der Gespräche auf Strafzölle auf Stahl und Aluminium verzichten.

Reaktionen auf US-Zölle
tagesschau 20:00 Uhr, 22.06.2018, Alex Jakubowski, HR

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Deutsche Hersteller besonders hart betroffen

Die nun von Trump erneut angedrohten Strafzölle auf Autos würden die deutschen Hersteller besonders hart treffen. Sie sind zwar bereits mit mehreren Werken und Zehntausenden Beschäftigten in den USA vertreten. Deutschland exportierte im vergangenen Jahr dennoch Pkw im Wert von knapp 22 Milliarden Euro in die USA. Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat entspricht das mehr als der Hälfte aller Autoexporte der EU in die USA.

Trump hatte im Mai beim Handelsministerium eine Prüfung in Auftrag gegeben, ob die EU-Autoeinfuhren den nationalen Sicherheitsinteressen der USA schaden. Er hatte bereits die Strafzölle auf Aluminium und Stahl mit dem Schutz der nationalen Sicherheitsinteressen begründet. 

Autos aus der EU werden in den USA bislang mit 2,5 Prozent Zöllen belegt, umgekehrt sind es für US-Automobile in der EU zehn Prozent. Allerdings erheben die USA 25 Prozent auf Lastwagen und Pick-ups, während diese in den EU mit durchschnittlich 14 Prozent belegt werden.

Über dieses Thema berichteten am 22. Juni 2018 Inforadio um 17:01 Uhr, tagesschau24 um 17:30 Uhr in den "Hundert Sekunden" und B5 aktuell um 17:31 Uhr.

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