Donald Trump | Bildquelle: dpa

Kritik an Comey Trump bemüht sich um Leichtigkeit

Stand: 19.05.2017 10:10 Uhr

US-Präsident Trump erneuert seine Kritik an den Sonderermittlungen des FBI wegen möglicher Russland-Kontakte. Er versucht, einer turbulenten Woche eine leichte Note zu geben, verwickelt sich jedoch in Widersprüche.

Von Martina Buttler, ARD Washington

Donald Trump versucht es mit Ironie, als er während der Pressekonferenz mit dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos die Fragerunde eröffnet. Ob jemand Fragen habe, sagt er. Die Vertreter der Presse lachen. Trump sagt, er sei schockiert. So versucht er, einer turbulenten Woche eine leichtere Note zu geben.

An den Fragen, die allen unter den Nägeln brennen, kommt er aber nicht vorbei. Sie wird von einem der Journalisten formuliert und lautet: "Haben Sie irgendwann den ehemaligen FBI-Chef James Comey aufgefordert, die Ermittlungen gegen den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flint zu beenden?" "Nein, nein", sagt Trump. Nächste Frage.

Die Krise des US-Präsidenten
ARD Morgenmagazin, 19.05.2017, Sandra Ratzow, ARD Washington

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Mit diesen Worten widerspricht der US-Präsident jedoch Medienberichten über Gesprächsnotizen des ehemaligen FBI-Chefs. Darin hatte Comey nach Angaben von Vertrauten festgehalten dass Trump ihm gesagt habe, er hoffe, die Untersuchung könne fallen gelassen werden.

Unterstützung vom stellvertretenden Justizminister

Trump erklärt außerdem noch einmal warum er Comey gefeuert hat. "Er war sehr unbeliebt bei den meisten Leuten", sagt Trump. Er habe auch eine starke Empfehlung vom stellvertretenden Justizminister gehabt, die das unterstützte.

Trumps Statement steht darüber hinaus im klaren Widerspruch zu Aussagen aus der vergangene Woche dazu, dass Comey sehr beliebt gewesen sei. Dass der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein nun einen Sonderermittler eingesetzt hat, um die Untersuchung von möglichen Russland-Kontakten des Trump-Teams im Wahlkampf zu leiten, bezeichnete der US-Präsident als sehr negativ. "Ich glaube, dass es unserem Land furchtbar schadet", hatten ihn die Sender CNN und CNBC zitiert. Laut Trump zeige der Vorgang, wie gespalten das Land sei. Und Trump betont, dass es keine Absprachen mit Moskau gegeben habe.

Auf Twitter beklagte Trump, dass er das Opfer der größten Hexenjagd auf einen Politiker in der US-Geschichte sei. Republikaner wie Marco Rubio begrüßen hingegen die Einsetzung eines unabhängigen Ermittlers.

Am kommenden Mittwoch soll der ehemalige FBI-Chef James Comey vor Mitgliedern des Repräsentantenhauses aussagen.

Trump kritisiert Einsatz von Sonderermittler
M. Buttler, ARD Washington
19.05.2017 08:22 Uhr

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Über dieses Thema berichtete das ARD Morgenmagazin am 19. Mai 2017 um 05:45 Uhr.

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