Donald Trump und Mitt Romney | Bildquelle: REUTERS

Trumps Kabinett Außenminister-Streit bei Republikanern

Stand: 25.11.2016 05:58 Uhr

Bei den Republikanern ist ein offener Streit über die Benennung des künftigen Außenministers ausgebrochen. Führende Unterstützer rieten Trump von der Nominierung Romneys ab. Romney galt bislang als aussichtsreicher Kandidat für den Posten.

Die Benennung des künftigen US-Außenministers sorgt für Streit im Lager des designierten Präsidenten Donald Trump. Führende Unterstützer rieten Trump öffentlich von der Nominierung des Republikaners Mitt Romney ab, der ihn im Wahlkampf wiederholt scharf kritisiert hatte. Romney galt bislang als aussichtsreicher Anwärter auf den Posten.

1/24

Trumps zukünftiges Team

Rex Tillerson

Rex Tillerson wird neuer Außenminister. Der 64-Jährige besitzt keinerlei politische Erfahrung, verfügt aber als Chef des Ölkonzerns ExxonMobil über weltweite Geschäftskontakte, unter anderem nach Russland. In der Anhörung im Senat ging er - anders als Trump - auf Distanz zu Moskau: Russland stelle eine Gefahr dar, sei aber nicht unberechenbar. | Bildquelle: REUTERS

Die Personalie Romney habe eine "Sintflut " an Kommentaren in den sozialen Medien und in ihren persönlichen Nachrichten ausgelöst, schrieb Trumps Wahlkampfchefin und enge Beraterin Kellyanne Conway auf Twitter. "Einige Trump-Loyalisten warnen vor Romney als Außenminister."

Kellyanne Conway @KellyannePolls
Receiving deluge of social media & private comms re: Romney Some Trump loyalists warn against Romney as sec of state https://t.co/HDtpjeJTc3

Zu den Kritikern zählte der frühere Parlamentschef Newt Gingrich, der Trump im Wahlkampf schon früh unterstützt hatte. "Mir fallen 20 Leute ein, die besser zu Trumps Vision von Außenpolitik passen würden", sagte Gingrich im Sender Fox News mit Blick auf Romney. Er hege Zweifel, ob Romney wirklich die "entschlossene Amerika-zuerst-Politik" vertreten könne, mit der Trump im Wahlkampf geworben hatte.

Giuliani will Außenminister werden

Der frühere Gouverneur Mike Huckabee, ein Vertreter der Parteirechten, sagte dem Sender, er sei "immer noch sehr unglücklich damit, dass Mitt im Wahlkampf alles versucht hat, um Donald Trump scheitern zu lassen".

Romney, der Präsidentschaftskandidat des Jahres 2012, hatte im Wahlkampf die innerparteiliche Opposition gegen Trump organisiert und diesen als "Blender" und "Betrüger" bezeichnet. Romney steht für das republikanische Parteiestablishment, gegen das viele Trump-Anhänger Vorbehalte haben.

Als weiterer Anwärter auf den Posten des Außenministers gilt der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani, ein enger Gefolgsmann Trumps. Giuliani machte nach Informationen der "New York Times" intern seinen Anspruch auf den Posten deutlich und habe signalisiert, dass er für ein anderes Amt nicht zur Verfügung stehe. Gegen Giuliani sprechen möglicherweise seine Geschäftsaktivitäten im Ausland, die Interessenkonflikte bewirken könnten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. November 2016 um 18:21 Uhr

Darstellung: