Ein deutscher Tornado in Incirlik | Bildquelle: dpa

Kampf gegen IS in Syrien Bundeswehr-Tornados voll nachtflugfähig

Stand: 01.02.2016 17:04 Uhr

Die deutschen Tornados, die sich am Anti-IS-Einsatz in Syrien beteiligen, sind nun voll nachtflugfähig. Bisher ließ sich die Cockpit-Beleuchtung nicht dimmen - ein Problem, wenn die Piloten mit Nachtsichtgerät fliegen müssen.

Die deutschen Tornado-Jets in der Türkei sind nach Bundeswehr-Angaben so umgerüstet worden, dass sie im vollen Umfang nun auch nachts eingesetzt werden können. Am Wochenende sei die Behelfslösung installiert worden, sagte eine Sprecherin des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam. Bis Oktober soll das Problem vollends behoben werden.

Geblendet durch Beleuchtung

Im Januar war bekannt geworden, dass die sechs in Incirlik stationierten Flugzeuge für den Einsatz über Syrien und dem Irak nur eingeschränkt nachtflugfähig sind, weil sich die Cockpit-Beleuchtung nicht dimmen ließ. Tragen die Piloten Nachtsichtbrillen, die das Restlicht verstärken, konnten sie dadurch geblendet werden.

Kritik am Einsatz der Jets, die Aufklärungsflüge über dem Kriegsgebiet in Syrien und dem Irak absolvieren, hatte das Verteidigungsministerium zurückgewiesen. Nachtflüge zählten nicht zu den Aufgaben der deutschen Tornados, sagte ein Sprecher. Die Spezialisierung der Bundeswehr-Jets bestehe vielmehr in der Aufklärung mit Kameras, die bei Tageslicht hochauflösende Bilder machen.

Nachts nur Wärmebilder

Nachts können Tornados dagegen nur Wärmebilder mit Infrarot-Kameras aufnehmen. Diese hätten nicht die gleiche Detailschärfe wie optische Fotos und würden meist von Drohnen geliefert. Dennoch sollten die Jets umgerüstet werden.

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