Tornados der Bundeswehr | Bildquelle: dpa

Technische Probleme bei Kampf gegen den IS Vorerst keine Tornado-Einsätze bei Nacht

Stand: 19.01.2016 12:14 Uhr

Beim Einsatz gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien und im Irak kann die Bundeswehr ihre Tornados nicht nachts zu Aufklärungsflügen einsetzen. Ein Softwareupdate macht Nachtflüge unmöglich.

Wegen zu stark reflektierender Cockpit-Beleuchtung sind nächtliche Aufklärungsflüge der Bundeswehr-Tornados gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) nicht möglich. Grund dafür ist die jüngste Aufrüstung der Flieger mit neuer Soft- und Hardware. Das bestätigte das Verteidigungsministerium. Über die Probleme hatte zunächst die "Bild"-Zeitung berichtet.

Die Luftwaffe will nun besonders hell leuchtende Dioden im Cockpit bis Anfang Februar austauschen, berichtet ARD-Korrespondentin Marion van Haaren. Bis Ende des Jahres sollen dann die Probleme mit der Software grundsätzlich behoben werden.

Marion von Haaren, ARD Berlin, zum Problem der Tornados im Kampf gegen IS
tagesschau24 11:15 Uhr, 19.01.2016

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Seit Anfang des Jahres beteiligt sich die Bundeswehr mit Aufklärungsflügen über Syrien und dem Irak am Kampf gegen die IS-Milz. Damit erfüllt Deutschland seine Hilfszusage an Frankreich nach den Pariser Anschlägen, bei denen Mitte November 130 Menschen getötet wurden.

Im Unterschied zu anderen Aufklärungsmissionen erhalten die Tornado-Piloten aber keine Bodenunterstützung aus Syrien. Dadurch müssen sie selbst erkennen, ob sich ihnen im Einsatzgebiet andere Flugobjekte nähern. Dies aber ist in der Nacht durch die dunkle Brille kaum möglich. In anderen Aufklärungsmissionen, bei denen die Piloten Bodenunterstützung erhalten, sind Einsätze in der Nacht dagegen möglich.

Nach Ansicht der Luftwaffe ist der Syrien-Einsatz der Tornados durch die Nachtflugprobleme aber nicht gefährdet. Die Aufklärungsergebnisse seien bei Tag ohnehin besser.

Außerdem versorgt ein ebenfalls am türkischen Stützpunkt Incirlik stationiertes deutsches Tankflugzeug bereits seit Dezember Kampfjets der internationalen Koalition mit Treibstoff. Der französische Flugzeugträger "Charles de Gaulle" erhält im Persischen Golf Geleitschutz von einer deutschen Fregatte. Bereits seit einem Jahr bilden Bundeswehrsoldaten im Nordirak kurdische Peschmerga-Kämpfer für den Einsatz gegen die Islamisten aus.

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