Bürgerkrieg in Syrien Offenbar viele Tote bei Angriff auf Schule

Stand: 22.03.2017 09:25 Uhr

Bei einem Luftangriff auf ein Schulgebäude sind in Nordsyrien offenbar mindestens 33 Menschen getötet worden. Laut der Beobachtungsstelle für Menschenrechte handelt es sich bei den Opfern um Binnenflüchtlinge.

Bei einem Luftangriff auf eine Schule im Norden Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 33 Menschen getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, waren in dem angegriffenen Gebäude Vertriebene untergebracht. Die Opfer sollen zuvor aus Rakka, Aleppo und Homs geflohen sein. Offenbar waren in dem Gebäude rund 40 Familien untergebracht.

Laut dem Bericht ereignete sich der Angriff bereits am Dienstagmorgen in der von der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" kontrollierten Stadt Al-Mansura in der Provinz Rakka. Die Gruppe machte die von den USA geführte Militärkoalition für den Angriff verantwortlich. Die oppositionsnahe Organisation mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk von Aktivisten vor Ort. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Auch Staatsmedien berichten über Angriff

Auch die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, bei einem US-Luftangriff in Al-Mansura seien Dutzende Zivilisten getötet oder verletzt worden.

Ende vergangener Woche waren bei einem Luftangriff auf eine Moschee in dem von Rebellen kontrollierten Ort Al-Dschinnah im Norden Syriens mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen.

Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (Syrian Observatory for Human Rights, SOHR) sitzt in Großbritannien und will Menschenrechtsverletzungen in Syrien dokumentieren. Die Informationen der Beobachtungsstelle lassen sich nicht unabhängig überprüfen.  

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. März 2017 um 10:42 Uhr.

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