Ein Konvoi von Krankenwagen | Bildquelle: dpa

Abkommen mit Rebellen Syrer aus belagerten Städten in Damaskus angekommen

Stand: 29.12.2015 16:35 Uhr

In Syrien tobt der Krieg weiter an verschiedenen Fronten. Dennoch konnten sich Regierung und Rebellen nun zumindest auf ein Abkommen einigen, um Menschen aus umkämpften Gebieten zu retten. Hunderte Syrer trafen in einem Vorort von Damaskus ein.

Im Zuge eines Abkommens zwischen Regierung und Rebellen sind hunderte Syrer aus zwei belagerten Städten nach Damaskus gebracht worden. Mehr als 300 Menschen aus Fua und Kafraja in der nordwestlichen Provinz Idlib sollen in Sajjida Seinab südlich der Hauptstadt angekommen sein, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Laut dem ungewöhnlichen Abkommen, das von der UNO unterstützt wird, wurden seit Montag mehr als 450 Menschen aus drei lange umkämpften Orten fortgebracht. Einwohner und Kämpfer aus Fua und Kafraja wurden zunächst in die Türkei transportiert, von dort nach Beirut im Libanon geflogen und dann nach Syrien gefahren. Beide Städte - die letzten von Regierungstruppen gehaltenen schiitischen Ortschaften - werden von Rebellen belagert.

Aus Sabadani, der letzten Rebellenbastion an der Grenze zum Libanon, waren bereits am Montag etwa 125 Kämpfer und Zivilisten abgezogen worden. Sie sollen über den Libanon und die Türkei in andere Rebellengebiete in Syrien gebracht werden. Ein Sprecher des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) forderte, die Konfliktparteien müssten mehr humanitäre Hilfe für die Menschen zulassen.

Austausch von Zivilisten und verletzten Kämpfern
tagesthemen 23:30 Uhr, 29.12.2015, Thomas Aders, ARD Kairo

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Kämpfe gehen weiter

Ungeachtet der Umsetzung des Abkommens gingen die Kämpfe an anderer Stelle weiter. In der südlichen Provinz Deraa eroberten die Regierungstruppen den Militärstützpunkt "Brigade 82" zurück, wie die amtliche Nachrichtenagentur Sanaa und die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichteten. Um die nahe gelegene Ortschaft Scheich Miskin wurde demnach noch erbittert gekämpft. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netz von Informanten in Syrien; ihre Angaben können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.

Die Ortschaft und der Stützpunkt waren seit vergangenem Jahr in der Hand mehrerer Rebellengruppen, darunter die mit Al-Kaida verbündete Al-Nusra-Front. Die Regierungstruppen kontrollierten in der Provinz Deraa nur noch die gleichnamige Provinzhauptstadt und einige Ortschaften im Nordosten.

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