Das Grenzgebiet zwischen Süd- und Nordkorea | Bildquelle: AFP

Reaktionen auf Atomtest Südkorea verschärft Sanktionen gegen Nordkorea

Stand: 08.03.2016 09:00 Uhr

Die Lage zwischen den verfeindeten Nachbarstaaten Nord- und Südkorea spitzt sich weiter zu: Die Regierung in Seoul verhängte erneut Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang. Auch Nordkoreaner im Ausland sind davon betroffen.

Südkorea hat wegen des jüngsten nordkoreanischen Atomtests einseitig neue Sanktionen gegen 38 Einzelpersonen und 24 Organisationen in dem verfeindeten Nachbarstaat angekündigt. Außerdem sollen Schiffe, die in den 180 Tagen zuvor in Nordkorea Station gemacht haben, nicht mehr im Süden anlegen dürfen.

Die Strafmaßnahmen gab die Regierung in Seoul bekannt. Die Spannungen zwischen den beiden verfeindeten koreanischen Staaten hatten sich zuletzt wieder verschärft. Hintergrund ist ein weiterer nordkoreanischer Atomtest im Januar und ein Raketenstart im Februar. Am Montag hatte Nordkorea mit einem präventiven Atomschlag gedroht, weil Südkorea mit seinem Bündnispartner USA ein Militärmanöver mit mehr als 300.000 Soldaten gestartet hatte. Nordkorea kritisiert dies als Übung für eine Invasion.

Die neuen südkoreanischen Sanktionen betreffen auch zwei Personen und sechs Organisationen außerhalb von Nordkorea. Südkoreanern ist es verboten, mit den Menschen und Organisationen auf der Schwarzen Liste Finanzgeschäfte zu machen. Wegen des nordkoreanischen Atomprogramms hatte auch der UN-Sicherheitsrat zuletzt neue Sanktionen beschlossen. Die USA und andere Länder hatten zudem ihre nationalen Strafmaßnahmen gegen die kommunistische Regierung in Pjöngjang verschärft.

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