Anschlagsort in Stockholm am Tag danach | Bildquelle: AFP

Nach Anschlag in Stockholm Mutmaßlicher Attentäter ist Usbeke

Stand: 08.04.2017 14:33 Uhr

Der nach dem Lkw-Anschlag in Stockholm Festgenommene ist nach Angaben der Polizei ein 39-jähriger Usbeke. Auf einer Pressekonferenz erklärten die Ermittler, dass sich der Verdacht gegen ihn erhärtet habe. Im Lkw habe man etwas gefunden, "das dort nicht hingehörte".

Die schwedischen Behörden haben auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass der nach dem Lkw-Anschlag in Stockholm Festgenommene ein 39-jähriger Usbeke ist. Die Sicherheitspolizei habe im vergangenen Jahr Informationen über den Verdächtigen gehabt, die Angaben hätten sich aber nicht bestätigen lassen. "Wir konnten keine Verbindungen zu extremistischen Milieus bestätigen", sagte Anders Thornberg von der schwedischen Sicherheitspolizei.

Der Mann stehe unter Terror- und Mordverdacht. Sein Telefon und seine Aktivitäten in sozialen Netzwerken würden untersucht, sagten die Ermittler.

Ermittlungen nach dem Anschlag in Stockholm
tagesthemen 00:00 Uhr, 09.04.2017, Tilmann Bünz, ARD Stockholm

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Mehrere Täter?

Reichspolizeichef Dan Eliasson erklärte, die Polizei schließe nicht aus, dass an dem Anschlag mehrere Täter beteiligt waren. "Wir können weiter nicht ausschließen, dass mehr Personen in die Attacke verwickelt sind", so Eliasson.

Im Tatfahrzeug hätten die Ermittler ein technisches Gerät gefunden, "das dort nicht hingehörte", sagte Eliasson. Um, was es sich gehandelt hat, sagte er nicht. Das Gerät werde derzeit noch untersucht.

Der Sender SVT hatte in der Nacht unter Berufung auf Polizeikreise berichtet, dass ein zweiter Mann festgenommen worden sei. Er sei im nördlichen Vorort Hjulsta gefasst worden und habe eine Verbindung zu dem zuvor festgesetzten Mann. Eine offizielle Bestätigung dafür liegt nicht vor.

Erhöhte Polizeipräsenz im ganzen Land

Die Sicherheitskräfte zeigten erhöhte Präsenz und bewachten besonders gefährdete Plätze im ganzen Land. Außerdem verschärften die Behörden die Grenzkontrollen. Ministerpräsident Stefan Löfven sagte, zehn Tage lang sollen alle Ausreisenden an den Grenzen kontrolliert werden.

Anschlagsort in Stockholm am Tag danach | Bildquelle: AFP
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Der schwedische Ministerpräsident Löfven legt am Anschlagsort Blumen nieder. Er kündigte an, dass es am Montagmittag eine Gedenkfeier und eine landesweite Schweigeminute für die Opfer des Lkw-Anschlags geben soll.

"Es fühlt sich so furchtbar an, was passiert ist. Unschuldige Menschen sind getroffen worden", sagte Löfven auf einer Pressekonferenz und verurteilte den Anschlag als verabscheuungswürdige Tat. "Schweden wird sich nicht durch diese abscheulichen Mörder einschüchtern lassen." Am Abend legte er Blumen am Anschlagsort nieder.

In der Stadt wehen den ganzen Tag lang alle Flaggen auf Halbmast. Im Besuchereingang des Rathauses soll zwischen 10 und 15 Uhr ein Kondolenzbuch ausliegen, in dem Bürger ihr Beileid bekunden können.

Vier Tote, 15 Verletzte

Am Freitagnachmittag war in der belebten Innenstadt ein Lkw in eine Menschenmenge gefahren und anschließend in einem Kaufhaus zum Stehen gekommen. Der Lieferwagen einer Brauerei war kurz zuvor gestohlen worden.

Nach offiziellen Angaben wurden bei der Tat vier Menschen getötet und 15 verletzt. Sieben konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen, acht müssen noch aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen behandelt werden.

Mit Informationen von Norbert Hansen, ARD-Studio Stockholm

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 08. April 2017 um 12:00 Uhr und der ARD-Brennpunkt am 07. April 2017 um 20:15 Uhr.

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