Trump-Sprecher Sean Spicer | Bildquelle: REUTERS

Maulwurf im Weißen Haus Trump-Sprecher lässt angeblich Handys überprüfen

Stand: 27.02.2017 12:37 Uhr

Nachdem immer mehr intime Details aus dem Weißen Haus an die Öffentlichkeit dringen, hat US-Regierungssprecher Spicer die Handys seiner Mitarbeiter überprüfen lassen. Das berichtet das US-Magazin "Politico". Außerdem verbot er Apps, die Nachrichten verschlüsselt an Dritte geben können.

US-Präsident Donald Trump sieht zumindest Teile die Medien als "Feind" - und das auch, weil diese immer wieder über Vorkommnisse im Weißen Haus berichten, über die sie eigentlich nichts wissen sollten. Die Medien werden von Insidern informiert - und das in einem Ausmaß, das es bislang nicht gegeben hat.

Entsprechend hoch ist der Druck auf US-Regierungssprecher Sean Spicer. Der bemüht sich sichtlich, die undichten Stellen in seinem Stab zu finden. Laut dem US-Magazin "Politico" berief Spicer zu diesem Zweck ein Notfall-Meeting ein, dort wurden im Beisein eines Anwalts des Weißen Hauses die Handys der Mitarbeiter eingesammelt und überprüft - gleichgültig, ob es sich um dienstliche oder private Geräte handelte. Außerdem verbot Spicer seinen Mitarbeitern die Nutzung von Apps, die Nachrichten verschlüsselt weitergeben und diese nach dem Versenden automatisch löschen.

Das Magazin "Politico" gehört wie CNN, die "New York Times" und BuzzFeed zu den Medien, die von Präsident Trump von einem offiziellen Pressemeeting ausgeschlossen worden waren. Trump hatte außerdem seine Teilnahme am Korrespondentendinner abgesagt - und damit mit einer jahrzehntelangen Tradition gebrochen.

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