Der russische Präsident Wladimir Putin | Bildquelle: AP

Russland zieht Soldaten aus Syrien ab Will Putin Druck auf Assad ausüben?

Stand: 15.03.2016 14:29 Uhr

Gemeinsam mit Russland habe man Sicherheit und Stabilität in vielen Regionen Syriens wiederhergestellt. So heißt es offiziell in Damaskus zum Teilabzug Russlands. Doch was steckt dahinter? Vielleicht will Putin Druck auf Assad ausüben.

Von Björn Blaschke, ARD-Studio Kairo

Soldaten haben bereits begonnen, Transportmaschinen mit Ausrüstung zu beladen, wie es von russischen Militärsprechern heißt. Auch Kampfjets würden für den Heimflug vorbereitet. In Damaskus reagieren die Menschen nach der Ankündigung, dass Russland einen Teilabzug seiner Soldaten plant, eher zurückhaltend. Ein Syrer sagt:

"Ich hoffe, dass das gut sein wird für das syrische Volk. Denn selbstverständlich will keiner die Situation, in der wir leben, hinnehmen. Wir hoffen alle, dass eine Lösung gefunden werden kann und die Situation besser wird."

Erklärungsversuche in Damaskus

Zurückhaltung auch bei den syrischen Medien: So zitierte das Staatsfernsehen aus einer ausführlichen Stellungnahme des Präsidialamtes in Damaskus. Diese soll wohl erklären, was zu der überraschenden Entscheidung in Moskau geführt haben könnte. Darin heißt es:

"Nach den Erfolgen, die die Syrisch-Arabische Armee in Zusammenarbeit mit der russischen Luftwaffe im Kampf gegen Terrorismus und bei der Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in vielen Regionen Syriens erzielt hat, […] sind die syrische und die russische Seite in einem Telefonat zwischen den Präsidenten Bashar al-Assad und Wladimir Putin übereingekommen, die russischen Luftwaffenkräfte zu verringern."

Golineh Atai, ARD Moskau, zum Teilabzug der russischen Truppen
tagesschau24 09:30 Uhr, 15.03.2016

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Genfer Verhandlung "führte zu Entspannung"

Was hat Putin bewogen, russische Einheiten nach Hause zu holen? Das fragte das syrische Staatsfernsehen Ali Maksud, einen Politik-Analytiker. Er meint, die Verhandlungen in Genf ermöglichten den Schritt:

"Das Treffen bei den Verhandlungen in Genf, führt zu einer Entspannung der Beziehungen - ob nun regional oder international, ob zwischen Russland und der Opposition oder zu den anderen Großmächten. Die Entscheidung mit all den Veränderungen, die überall stattfinden, ob militärisch oder politisch, diese Entscheidung war natürlich in den Beziehungen zwischen Russland und Syrien."

Russland hält nicht unbedingt an Assad fest

Die Frage ist, wie gut die Beziehungen zwischen Putin und Assad tatsächlich sind. Möglicherweise fürchtet Putin, dass sein Land allzu tief in den Sog eines langen Krieges in Syrien gerät. Was dauerhaft enorme Kosten nach sich ziehen würde - und Verantwortung.

Deshalb könnte es durchaus sein, dass Putin mit dem Teilrückzug Druck auf Assad ausüben will - damit der sich auf Kompromisse einlässt und sich zumindest mittelfristig aus der Politik zurückzieht. Sowohl Russland als auch die iranische Führung haben mehrfach angedeutet, dass sie an Syrien interessiert sind, aber dafür nicht unbedingt an Assad festhalten.

Thomas Aders, ARD Kairo, mit Einzelheiten zum Teilabzug der russischen Truppen
tagesschau24 12:30 Uhr, 15.03.2016

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Reaktionen auf Putins Ankündigung zu russischem Teilrückzug aus Syrien
B. Blaschke, WDR
15.03.2016 12:51 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Darstellung: