Roter Seedrache | Bildquelle: dpa

Vor Westaustralien Rote Seedrachen erstmals lebend beobachtet

Stand: 13.01.2017 12:13 Uhr

Sie sind leuchtend rot und leben in Seetangwiesen in 50 Metern Tiefe: Erstmals ist es Forschern gelungen, Exemplare des Roten Seedrachens lebend zu filmen. Evolutionär wirft die Spezies allerdings noch Fragen auf.

Beschrieben wurde er bereits 2015, damals allerdings nur anhand toter Exemplare - nun haben US-Forscher vor der Küste Westaustraliens erstmals lebende Exemplare des Roten Seedrachens - eines rubinroten, an große Seepferdchen erinnernden Meeresfischs - entdeckt.

Die im Journal "Marine Biodiversity Records" vorgestellten Seedrachen (Phyllopteryx dewysea) tummelten sich in mehr als 50 Metern Tiefe in den Seetangwiesen des Recherche-Archipels. Die Forscher nehmen an, dass der Lebensraum des Roten Seedrachens sich unter der Tiefe befindet, auf die sich normalerweise Sporttaucher begeben. Dadurch konnte die neue Spezies wohl auch so lange unentdeckt bleiben. Die Aufnahmen entstanden mithilfe eines ferngesteuerten Tauchroboters.

Erstmals Roter Seedrache in natürlichem Lebensraum gefilmt
tagesschau 17:00 Uhr, 13.01.2017

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Verwandte bereits bekannt

Bewegt vom heftigen Wellengang wurden die 25 Zentimeter langen Tiere sogar beim Fressen beobachtet. Allerdings verfügen sie über einen Greifschwanz, mit dem sie sich vermutlich am Seetang festhalten, um nicht von starker Strömung fortgetrieben zu werden.

Zwei nahe Verwandte waren in der Region bereits bekannt: Der Kleine und der Große Fetzenfisch. Ihre an Seetang erinnernden, blätterigen Fortsätze ermöglichen eine perfekte Tarnung. "Es war ein verblüffender Moment, als wir entdeckten, dass der Rote Seedrache keinerlei Fortsätze hat", sagt Co-Autorin Josefin Stiller vom Scripps Institut für Ozeanographie.

Großer Fetzenfisch | Bildquelle: picture alliance
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Der Große Fetzenfisch ist ein Verwandter des Roten Seedrachens. Keinen Greifschwanz ...

Kleiner Fetzenfisch | Bildquelle: picture alliance / blickwinkel/H
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... dafür Fortsätze hat auch der zweite Verwandte - der Kleine Fetzenfisch.

Die beiden Verwandten können ihre Schwänze jedoch nicht zum Greifen nutzen, sodass die Forscher sich fragen, wie sich der Greifschwanz des Roten Seedrachens entwickelt hat. Zudem leben sie in seichteren Gewässern, sodass sie schon oft von Sporttauchern vor der Südküste Westaustraliens gesichtet wurden. Die Forscher empfehlen nun, den Roten Seedrachen so schnell wie möglich unter Artenschutz zu stellen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Januar 2017 um 17:00 Uhr.

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