Trumps früherer Wahlkampfhelfer Rick Gates vor Gericht. | Bildquelle: AP

Russlandermittlungen Wahlkampfhelfer Gates bekennt sich schuldig

Stand: 23.02.2018 22:16 Uhr

Der frühere Wahlkampfhelfer von US-Präsident Trump, Gates, hat sich der Verschwörung und Falschaussage schuldig bekannt. Möglicherweise will er mit dem Sonderermittler in der Russlandaffäre, Mueller, kooperieren.

US-Präsident Donald Trumps früherer Wahlkampfhelfer, Rick Gates, hat sich im Zuge der Russlandermittlungen für schuldig bekannt. Es geht um Anklage wegen Verschwörung gegen die US-Regierung im Zusammenhang mit Betrug und nicht registrierter Lobbyaktivität und Falschaussagen vor Bundesbehörden. Das geht aus einem Gerichtsdokument hervor.

Das Schuldbekenntnis deutet darauf hin, dass der 45-Jährige beabsichtigt, mit Sonderermittler Robert Mueller zu kooperieren. Die betreffenden Anklagepunkte haben zwar keinen direkten Bezug zu Trumps Wahlkampfteam, allerdings könnte Gates Muellers Ermittlern einen tieferen Einblick in die Arbeit der Trump-Wahlkämpfer liefern.

Meinung geändert

In einem von US-Medien verbreiteten Schreiben an Familie und Freunde hatte Gates erklärt, dass er sich bislang gegen die Vorwürfe habe verteidigen wollen, doch inzwischen seine Meinung geändert habe. Er sei bereit, die "öffentliche Erniedrigung" in Kauf zu nehmen, um seiner Familie das schmerzhafte Mitverfolgen eines langen Gerichtsprozesses und die damit verbundene "zirkusartige Atmosphäre" zu ersparen.

Es wäre das fünfte öffentlich bekannte Schuldeingeständnis bei den Ermittlungen wegen möglicher Geheimabsprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und dem Kreml. Am Donnerstag waren 32 weitere Anklagen gegen Gates und Trumps Ex-Wahlkampfmanager Paul Manafort erhoben worden. Dabei geht es um Steuervergehen und Bankbetrug.

Anklage erhoben

Im Oktober waren Gates und Manafort bereits angeklagt worden, weil sie angeblich nicht registrierte Lobbyarbeit tätigten und sich zusammentaten, um Millionen Dollar zu waschen, die sie für ihre Tätigkeit für eine pro-russische Partei in der Ukraine erhalten hatten. Damals hatte Gates auf nicht schuldig plädiert. Manafort beteuerte weiterhin seine Unschuld. Gates' Schuldeingeständnis ändere nichts daran, dass er sich gegen die Vorwürfe wehren werde, die unwahr seien, teilte Manafort mit.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Februar 2018 um 01:10 Uhr.

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